Die Opposition konnte vorgestern ihr Glück kaum fassen: Gleich mehrere ihrer Beschlussanträge wurden von der Mehrheit angenommen – alles andere als ein gewohntes Bild im hohen Haus. Den Auftakt hatte wie berichtet der Beschlussantrag von Thomas Widmann zu den geschützten Werkstätten gemacht. In derselben Tonart ging es am Mittwoch, aber auch gestern Vormittag weiter. <BR /><BR /> <a href="https://www.youtube.com/watch?v=ghacoO8Bki4" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Hier die Sitzung vom Mittwoch zum Nachsehen.</a><BR /><BR />Nicht ganz überraschend, denn beim Streit um die erst zugesicherten 300 und dann auf 140 zurückgestutzten zusätzlichen Lehrer für die italienische Schule hat Landesrat Marco Galateo ebenso wenig vor, klein bei zu geben, wie bei den Beiträgen für Alarmanlagen für kleinere Betriebe. Ein Schelm, der beim Fratelli-Ja für Widmann und andere Anträge der Opposition Böses denkt.<h3> Aus 15 Minuten Pause wurden 90 Minuten</h3>Sichtlich zerknirscht hatte Fraktionssprecher Harald Stauder jedenfalls nach dem Abstimmungssieg für den Ex-SVP-Landesrat Widmann um eine Unterbrechung der Sitzung gebeten. 15 Minuten hatte Landtagspräsident Arnold Schuler dafür anberaumt. Daraus wurden schlussendlich anderthalb Stunden, in denen koalitionsintern die Fetzen geflogen sind. Landeshauptmann Arno Kompatscher soll sogar mit dem Aus der Regierungskoalition gedroht haben. <BR /><BR />SVP-Fraktionssprecher Harald Stauder wiegelt ab: „Ich habe von einer Koalitionskrise nichts mitbekommen“. Dass Scarafoni und in Folge auch Galateo beim Widmann-Antrag allerdings anders abgestimmt haben, als zuvor in der Koalition abgemacht, „geht nicht an“. Von Scarafonis Ja habe man erst 10 Minuten vor der Abstimmung erfahren. „Zu spät, um sich koordinieren zu können“, kritisiert Stauder. <BR />Wie auch immer. Die Kopfwäsche für die Fratelli d'Italia-Abgeordneten blieb vorerst wirkungslos – und die SVP änderte die Taktik. <BR /><BR />3 Beschlussanträge der Opposition wurden in Folge mit breiter Mehrheit angenommen. Gleiches galt gestern für weitere 2 Beschlussanträge der Opposition sowie für einen Begehrensantrag (abgelehnt wurden an beiden Sitzungstagen 5). Gestern Mittag war die Zeit der Opposition um und das Schauspiel zu Ende.