Montag, 21. August 2017

Regierungskommissariat: Behörden reagieren auf Anschläge

Nach dem Anschlag von Barcelona ist im Bozner Regierungskommissariat das Provinzialkomitee für öffentliche Ordnung und Sicherheit zweimal zusammengetreten, um über die Präventionsmaßnahmen und allgemeinen Überwachung in Südtirol zu beraten.

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Foto: © shutterstock

Am Montagvormittag trafen Spitzenvertreter der örtlichen Polizeikräfte, Bozens Bürgermeister Renzo Caramachi, der Kommandant der Stadtpolizei und der Direktor des Amtes für Mobilitätzusammen.

Dabei wurde zunächst die Angemessenheit der – vom Innenministerium im Mai und Juni erlassenen security und safety“-Direktiven – landesweit eingeleiteten, allgemeinen Präventionsmaßnahmen für die öffentliche Ordnung und Sicherheit geprüft.

Die Teilnehmer des Treffens stellten fest, dass die Gemeinden und die Veranstalter von Events und besucherstarken Veranstaltungen alle notwendigen Maßnahmen für die Unversehrtheit der Besucher dieser Veranstaltungen umgesetzt haben. Zudem kam man darüber ein, dass sich der Kommunikationsflusses zwischen Lokalverwaltungen und Behörden für öffentliche Sicherheit, gebessert hat.

Veranstalter und Behörden arbeiten gut zusammen

Durch diese Vorgehensweise können die Sicherheitsbehörden schon in der Planungsphase die Veranstaltung beurteilen und sich mit potentiellen Gefahren für Personen, Umwelt und Sachen auseinandersetzen und rechtzeitig mögliche Maßnahmen erlassen.

Immer stärker in den Fokus rückt das Thema Prävention. Veranstalter und Behörden arbeiten laut den Teilnehmern des Treffens äußerst positiv und konstruktiv zusammen, wodurch noch bessere Sicherheitsstandards erreicht werden können.

Weitere Maßnahmen geplant

Eine genaue Ist-Analyse der Behörden im städtischen Bereich, im Straßen- und Bahnverkehr, sowie stark besuchter Veranstaltungen in den vergangenen Monaten ergab, dass die Kontrollen wirken, allerdings zeigt auch das gestiegen Bedürfnis nach verstärkten Schutz der Unversehrtheit der Bürger. Um dem Rechnung zu beschlossen die Teilnehmer des Treffens am Montag:

  •  Bereits bestehende koordinierten Kontrolldienste auf dem Territorium und die allgemeinen Präventionsmaßnahmen durch die Polizeikräfte, zum Schutz aller möglichen Terrorziele und besonders stark besuchter Orte sollen verstärkt werden;
  • Geplante Veranstaltungen und Event sollen weiterhin überwacht werden;
  • Die Prüfung der Notwendigkeit, für einige besondere, bereits geplante Veranstaltungen, passive Schutzmaßnahmen (mobile Durchbruchssperren) einzusetzen, um das unbefugte Befahren der Veranstaltungsstandorte zu verhindern.

In den kommenden Tagen wird die Quästur Bozen Treffen zwischen Vertretern der Ordnungskräfte und der Gemeinden koordinieren, um die weiteren technischen Schritte zu erwägen.

Dies erfolgt auch im Hinblick auf die bald startenden Vorbereitungsarbeiten für die Organisation von besucherstarken Veranstaltungen wie die Weihnachtsmärkte.

stol

stol