Landeshauptmann Arno Kompatscher lobte im Rahmen seiner Grußworte die Umsetzung des EFRE-Programms blickte jedoch auch mit Sorge in die Zukunft: „Auf europäischer Ebene ist immer noch die Rede davon, dass die Kohäsionsfonds wie der Resilienz- und Aufbaufonds PNRR auf staatlicher Ebene verwaltet werden könnten. Für uns ist das keine positive Perspektive, denn man kann nicht alle Regionen Italiens über einen Kamm scheren.“ Die Landesregierung werde sich dafür einsetzen, dass auch weiterhin eine regionale Verwaltung der Fonds beibehalten werde. <BR /><BR />„Der Europäische Fonds für regionale Entwicklung hat große Bedeutung für Südtirol. Die Programmperiode 2021-2027 wurde optimal abgewickelt und viele Projekte sind bereits in Umsetzung und zeigen positive Effekte für unser Land“, sagte Europa-Landesrätin Magdalena Amhof in Anwesenheit der Vertreter der gesamtstaatlichen Behörden und der EU-Kommission, darunter Andrea Murgia von der REGIO-Direktion. <BR /><BR />Die Direktorin der Abteilung Europa, Martha Gärber, bestätigte die planmäßige Umsetzung des Programms und betonte, dass auch die erforderliche Umprogrammierung erfolgreich gemeistert worden sei.<BR /><BR />Das aktuelle EFRE-Programm konzentriert sich auf 3 Schwerpunkte: die Förderung der technologischen Entwicklung (Smart), Maßnahmen zum Schutz vor dem Klimawandel (Green) und die nachhaltige Mobilität (Mobility). „Das Programm 2021-2027 ist weit fortgeschritten, rund 90 Prozent der Gesamtmittel konnten aktiviert werden, das sind rund 224 Millionen Euro“, berichtete Peter Paul Gamper, der Vizedirektor der Abteilung Europa und Direktor des Amtes für europäische Integration. Damit liege man auch im gesamteuropäischen Vergleich auf den vordersten Rängen. <BR /><BR />Was die jüngsten Aufrufe anbelangt, so berichtete Petra Tamanini von der Abteilung Europa, dass sowohl jener zum Ausbau des Fernwärmenetzes als auch jene zur Forschung und Entwicklung sowie die Steigerung der Energieeffizienz öffentlicher Gebäude erfolgreich abgeschlossen wurden. Die Bewertung der jeweils eingereichten Projekte läuft derzeit.<BR /><BR />Eine Umplanung im EFRE-Programm gab die Staat-Regionen-Konferenz im Dezember 2025 vor: Ein Teil der EFRE-Mittel musste der Priorität „Housing“ zugeschrieben werden. Konkret geht es um Investitionen in die Energieeffizienz der öffentlichen Wohngebäude. Diese sollen das Wohnen effizienter und leistbarer machen. „Aufgrund dieser Vorgaben haben wir der Priorität 'Housing' rund 7,4 Millionen Euro zugeschrieben“, berichtet Gamper. <h3> Projekte zu Elektro-HUBS und Fassadentechnik in der Eurac</h3>Am Nachmittag hatte der Begleitausschuss Gelegenheit, zwei bereits in Umsetzung befindliche Projekte in der Eurac kennenzulernen, zum Beispiel das Projekt FAIR. Dieses zielt darauf ab, Planungs-, Installations- und Verwaltungsprobleme zu minimieren, die bei der Nutzung von hinterlüfteten Gebäude-Fassaden auftreten. Begutachtet wurden auch die Ergebnisse des Projekts SMART-HUB, das die Verbesserung der Effizienz von Lade-HUBs für die Elektromobilität im Blickpunkt hat.