Dass der PensPlan eingerichtet wurde, sei eine weitsichtige Entscheidung gewesen, stellte Michele Nardelli vom PD fest. Jedoch fehlte das Instrument, um zu überprüfen, ob die Geldanlagen des Instituts auch ethischen Kriterien entsprächen.Es sei bekannt, dass die Finanzspekulation ganze Staaten in Bedrängnis bringen könne. Einige Rentenfonds wie der Laborfonds hätten deswegen bereits einen Ethik-Kodex eingeführt.Dasselbe sollte auch für die von PensPlan direkt veranlagten Gelder gelten. Weiters sollten lokale Fonds geschaffen werden, die in Bereiche investieren, die für die Region strategisch wichtig sind.Franca Pensasa von der Lega Nord äußerte Zweifel an lokalen Investitionen. Der Freiheitliche Roland Tinkhauser sagte, es gebe Gerüchte, man wolle PensPlan-Gelder in die Banken stecken.Riccardo Dello Sbarba von den Grünen merkte zusätzlich an, dass es beim PensPlan schon noch mehr zu kritisieren gebe, nämlich die Besoldung der Führungskräfte und „Investitionen in gewisse Immobilien“. Bruno Dorigattivom PD hielt fest, dass natürlich die Güte der Unternehmen geprüft werden müsse.Rodolfo Borga vom PdL hingegen sprach sich gegen den Antrag aus: Das Geld diene der Rentenabsicherung und dürfe nicht für „kreatives Finanzwesen“ eingesetzt werden.Antrag: Rechenschaft über das laufende PensPlan-Geschäftsjahr vorlegenEin weiterer Änderungsantrag wurde von den Freiheitlichen, der Lega Nord und der Civica per Divina vorgelegt: Sie forderten innerhalb September die Rechenschaft über das laufende Geschäftsjahr von PensPlan.Martha Stocker von der SVP sagte dazu, dass zu den Sitzungen, bei denen die Bilanzen vorgestellt werden, auch immer die Abgeordneten eingeladen seien. Die Information sei also gegeben. Natürlich könne man aber auch in kürzeren Abständen Rechenschaft ablegen, so Stocker.Forderung: Sich für die Befreiung des Friedensnobelpreisträgers Liu Xiaobo einsetzenInitiativen zur Befreiung des Friedensnobelpreisträgers Liu Xiaobo forderten die Abgeordneten Nardelli, Zeni, Lunelli, Bombarda, Firmani, Chiocchetti, Ottobre und Magnani mit einem Begehrensantrag an das Parlament.Von Liu Xiaobo, der wegen seines Einsatzes für die Menschenrechte eingesperrt wurde, wisse man seit seiner Verhaftung nichts mehr, erklärte Michele Nardelli, wahrscheinlich sei er in ein Arbeitslager gesteckt worden.Claudio Civettini (Lega Nord) kündigte an, bei der Abstimmung den Saal zu verlassen. Dieselbe Partei, die hier einen Antrag gegen die kommunistische Diktatur in China stelle, habe in Mailand gegen die Ehrenbürgerschaft für den Dalai Lama gestimmt.Gerade Südtirol und Trentino hätten gezeigt, dass ihnen die Rechte des tibetischen Volkes ein großes Anliegen seien, antwortete Michele Nardelli.Der Antrag wurde mit einer Enthaltung angenommen.Freiheitlichen: Region abschaffenDie Freiheitlichen forderten mit einem Begehrensantrag an das Parlament die Abschaffung der Region.Aus Gründen der Kosteneinsparung, der normativen Vereinfachung, des Bürokratieabbaus sowie der Vereinheitlichung der Zuständigkeiten für die autonomen Provinzen sollten die restlichen Kompetenzen der Region an die beiden Provinzen übertragen und die Region selbst abgeschafft werden.Eine Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern werde es auch in Zukunft geben, dafür gebe es genug Themen. In den letzten Jahren habe sich der Eindruck verstärkt, die Region sei ein Geldautomat und ein Postenreservoir, so Pius Leitner.Der Regionalrat sei zum Debattierclub verkommen, es gebe nicht mehr vieles, über das man zu diskutieren hätte.Die Debatte über den Antrag der Freiheitlichen wurde begonnen, dann auf September vertagt.Die nächste Sitzung des Regionalrates findet am 18. September statt.stol