Wie das „Problem“ nun gelöst werden soll und wer die zentralen Kompetenzen erhält. <BR /><BR />Morgen wählt der Regionalrat die neue Regionalregierung. Über die Zuständigkeiten soll später entschieden werden. Von den 2 zentralen Kompetenzen der Region dürfte aber jene für die Gemeinden nach Südtirol mit guten Chancen für Franz Locher gehen. Jene für die Fürsorge bleibt mit Giulia Zanotelli im Trentino. Angelo Gennaccaro könnte die europäische Integration erhalten.<h3> Misstrauensantrag gegen den Präsidenten</h3>Am morgigen Mittwoch steht im Regionalrat zuerst ein Misstrauensantrag der gesamten Opposition gegen Präsident Roberto Paccher an. Grund: Er habe nach einer provisorischen Besetzung seinen Posten nicht mehr freigegeben. Es ist aber anzunehmen, dass der Misstrauensantrag klar abgelehnt wird.<BR /><BR />Anschließend vergibt man 5 Monate nach der Wahl die letzten Posten. Die neue Regionalregierung wird sich aus 3 Südtirolern (Arno Kompatscher, Franz Locher, Angelo Gennaccaro) und 3 Trentinern (Giulia Zanotelli, Carlo Daldoss, Luca Guglielmi) zusammensetzen. <h3> Landeshauptleute lassen sich ersetzen</h3> Um das peinliche Frauenproblem zu lösen, haben sich die Landeshauptleute entschieden, sich jeweils für die Hälfte der Amtsperiode ersetzen zu lassen: Am Start wird dies Agrarlandesrätin Giulia Zanotelli (Lega) anstelle von Fugatti sein. Die SVP lässt offen, welche ihrer 2 Landesrätinnen (Pamer, Amhof) anstelle von Arno Kompatscher ab 2026 einspringt. „Das werden wir erst dann entscheiden“, hieß es gestern aus der SVP-Leitung.<BR /><BR />Die Kompetenzen in der Regierung sollen erst auf deren erster Sitzung zugewiesen werden. Wie aus dem Trentino durchsickert, fordert Fugatti für Zanotelli aber die Zuständigkeit für die Fürsorge (Zusatzrenten, Pensplan) ein. Damit dürfte die zweite zentrale Kompetenz der Region, nämlich jene für die Gemeinden, nach Südtirol gehen: Mit guten Chancen für Franz Locher (SVP), sie zu erhalten.<h3> Postenvergaben</h3>Angelo Gennaccaro (Civica), dem sein Verzicht auf einen Job in der Landesregierung unter anderem mit einem Posten als Regionalassessor vergoldet wird, könnten Indiskretionen zufolge die europäische Integration und eventuell die Friedensgerichte zugewiesen werden. Daldoss liebäugelt mit Integration, verstanden als Entwicklungszusammenarbeit und Bibliotheken. Guglielmi wird als Ladiner traditionell mit der Agenda Minderheiten beauftragt.<BR /><BR />Sicher bei Landeshauptmann Kompatscher, der bis 2026 Chef der Regionalregierung wird, bleiben die Finanzen und die Beteiligungen an Gesellschaften wie die Brennerautobahn. <BR />