Donnerstag, 12. Oktober 2017

Reinhold Messner erteilt Sebastian Kurz eine klare Absage

Extrem-Bergsteiger Reinhold Messner hat vor einem Rechtsruck in Österreich nach der Nationalratswahl gewarnt. Er habe Kanzlerkandidat Sebastian Kurz auch in Anbetracht einer Bergbesteigung eine Absage erteilt.

"Ich habe mich immer geweigert, einen Berg mit Personen zu besteigen, denen ich nicht vertraue", sagt Reinhold Messner.
Badge Local
"Ich habe mich immer geweigert, einen Berg mit Personen zu besteigen, denen ich nicht vertraue", sagt Reinhold Messner. - Foto: © APA/EPA

„Ich mag die Partei von Herrn Strache nicht. Wenn sich die ÖVP mit Strache verbündet, werden wir eine Rechtsregierung haben. Aber nicht eine italienische Rechte, sondern eine gefährliche rechte Rechte“, so Messner gegenüber der Turiner Tageszeitung „La Stampa“ (Donnerstag).

„Ich vertraue Kurz nicht“

Wie bereits gegenüber dem Monatsmagazin „Datum“ betonte Messner, dass er mit Kurz keinen Berg besteigen würde und eine entsprechende Anfrage abgelehnt habe. „Ich habe mich immer geweigert, einen Berg mit Personen zu besteigen, denen ich nicht vertraue. Kurz habe ich Nein gesagt, weil ich mich auf keine Weise an diese Person binden will. Ich bin nicht bereit, Werbung für einen Mann zu machen, dem ich politisch nicht vertraue. Das ist sehr einfach“, so der Extremkletterer, Autor und ehemaliger EU-Parlamentarier.

Auf die Frage, ob er überhaupt keinen Politiker mitnehmen würde, antwortete Messner, mit dem Südtiroler Landeshauptmann Arno Kompatscher würde er sehr wohl einen Berg besteigen. „Ich mag nicht benützt werden. Ich mag die Extreme in der Politik nicht. In den 1930-er Jahren haben sich einige Bergsteiger in Deutschland Hitler zur Verfügung gestellt. Das will ich nicht. Ich will mich nicht mit einer Politik einlassen, mit der ich nicht einverstanden bin“, sagte der 73-Jährige.

apa

stol