Dienstag, 31. August 2021

Republikaner werfen Biden Wortbruch bei Afghanistan-Abzug vor

Die Republikaner im US-Senat haben US-Präsident Joe Biden bei der Evakuierungsmission in Afghanistan Wortbruch vorgeworfen. Der Minderheitsführer der Republikaner in der Parlamentskammer, Mitch McConnell, schrieb am Dienstag auf Twitter, der Demokrat Biden habe versprochen, die US-Truppen nicht abzuziehen, bevor nicht alle Amerikaner außer Landes gebracht worden seien.

Joe Biden muss einiges an Kritik einstecken.
Joe Biden muss einiges an Kritik einstecken. - Foto: © APA/GETTY IMAGES NORTH AMERICA / DREW ANGERER
„Er hat dieses Versprechen gebrochen und die Amerikaner und unsere afghanischen Partner im Stich gelassen.“

Die letzten US-Soldaten hatten Kabul in der Nacht zu Dienstag (Ortszeit) verlassen. Damit endete auch die militärische Evakuierungsmission. Auch nach deren Ende sind allerdings noch Amerikaner in Afghanistan, die das Land verlassen wollen. US-Außenminister Antony Blinken war am Montagabend davon ausgegangen, dass ihre Zahl „unter 200, wahrscheinlich näher an 100“ liege.

Blinken betonte, die US-Regierung werde sich weiterhin bemühen, sie außer Landes zu bekommen. Man werde auch weiter daran arbeiten, Schutz suchenden Afghanen zu helfen, die mit den USA zusammengearbeitet haben.

McConnell kritisierte, dass Biden die US-Truppen vollständig aus Afghanistan abgezogen hat. Dieser Schritt „hat zu einer humanitären Katastrophe geführt und die Terroristen ermutigt“, schrieb der Senator. Mit dem Abzug der letzten US-Truppen endete nach fast 20 Jahren der internationale Einsatz in Afghanistan. Dort herrschen inzwischen wieder die Taliban – also jene Islamisten, deren Regime durch den US-geführten Einsatz Ende 2001 gestürzt wurde.

apa/dpa

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