Dies berichtet die Tageszeitung "Dolomiten" in ihrer Samstag-Ausgabe. Der Leitende Staatsanwalt Guido Rispoli und Landesgerichtspräsident Heinz Zanon wehren sich gegen die geplanten Streichungen.Dies nicht zuletzt auch, weil der Stellenplan bei den Richtern sowieso nichts mit der Realität zu tun hat. Auf dem Papier müssten es 39 Richter sein, besetzt sind aber nur 17 Stellen. Nun will das Ministerium auf 34 Planstellen zurückfahren.Bei der Staatsanwaltschaft sind derzeit zwölf Staatsanwälte – inklusive der Leitende und sein Stellvertreter – vorgesehen. Künftig sollen es nur mehr zehn sein – Leitender Staatsanwalt mitgerechnet.Neben der Reduzierung selbst gibt es in diesem Fall noch einen Haken: Ein Vize ist nur bei Staatsanwaltschaften mit über zehn Ermittlern vorgesehen. Somit würde Bozen auch das Amt des Stellvertreters des Leitenden Staatsanwaltes, das derzeit Staatsanwalt Markus Mayr bekleidet – einbüßen. „Weniger Mitarbeiter bedeutet langsamere Verfahren. Wenn der Stellenplan schrumpft, werden wohl noch seltener Wettbewerbe durchgeführt. Ich werde auf allen Ebenen kämpfen und auch unsere Parlamentarier um Unterstützung bitten“, erklärte der Leitende Staatsanwalt Guido Rispoli gegenüber den "Dolomiten". Die Gerichtssprengel Trient (387.000 Einwohner, 10.352 Fallakten pro Jahr) und Rovereto (139.000 Einwohner, 3538 Fälle) zusammen ergeben ungefähr die Einwohner- (505.000) und etwas mehr als die Fallaktenzahl (11.524) von Südtirol. Laut Projekt sollen Trient (elf) und Rovereto (drei) zusammen aber 14 Staatsanwälte haben, Bozen nur zehn. „Und im Trentino muss die Justiz nicht wie bei uns zweisprachig sein: Bei deutschsprachigen Angeklagten werden wir oft hinzugezogen,“ so Rispoli.rc/D________________________________________________________________________________________________________________________Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der Samstag-Ausgabe der Tageszeitung "Dolomiten".