Montag, 25. Mai 2015

Rösch: "Das ist schon eine feine Gschicht"

Mit einem überragenden Vorsprung von 21,4 Prozentpunkten hat Paul Rösch am Sonntag die Stichwahlen in Meran gewonnen. STOL hat den neu gewählten Meraner Bürgermeister am Montagvormittag für eine erste Stellungnahme erreicht.

Paul Rösch freut sich nun etwas für Meran verändern zu können. Foto: DLife
Paul Rösch freut sich nun etwas für Meran verändern zu können. Foto: DLife

"Ich bin froh darüber, dass die getane Arbeit nicht umsonst war und freue mich, jetzt etwas für Meran verändern zu können. Das ist schon eine feine Gschicht", sagte Paul Rösch als erste Reaktion auf seinen Wahlsieg bei der Stichwahl in Meran. So einen großen Abstand habe er sich zwar nicht erwartet, aber dass er gewinnen würde, sei für ihn schon klar gewesen. "Deshalb bin ich ja auch angetreten", erklärt Rösch selbstbewusst. 

Das Programm, das Rösch im Wahlkampf vertreten habe, sei bei den Meranern gut angekommen. Durch verstärkte Bürgerbeteiligung und Bürgerbefragung - auch in Form einiger auf der Homepage des Bündnis Grüne/ListeRösch veröffentlichten Videos - hätten die Meraner gemerkt, dass jemand sie und ihre Probleme wirklich ernst nimmt.

"Skandal hat mir geholfen"

Für neutrale Beobachter kam der Wahlsieg von Rösch aber durchaus überraschend. Vor allem auch, da Rösch erst kurz vor der Stichwahl mit negativer Presse konfrontiert war. Der Skandal rund um einen zu hohen Mietpreis in Röschs Zeit als Direktor des Touriseums habe ihm aber eher geholfen als geschadet, findet er.

"Die Bürger haben sich wohl gedacht: Moment mal! In den letzten Tagen vor den Wahlen so etwas veröffentlichen ist nicht in Ordnung. Vor allem auch, weil ich mich persönlich nicht zur Wehr setzen konnte", ist der neue Bürgermeister der Passerstadt überzeugt. Außerdem hätten die Meraner begriffen, vermutet jedenfalls Rösch, dass es sehr billig ist eine Geschichte hervorzuziehen, die bereits 15 Jahre zurückliegt. 

Auftrag ernst nehmen 

Für die Zukunft ist es für Rösch vor allem wichtig, jene Dinge die im Wahlkampf gesagt und versprochen wurden ernst zu nehmen. "Wir werden uns in naher Zukunft nochmal alle Gespräche, die wir mit den Bürgern geführt haben, in Erinnerung führen und schauen, was schnell umsetzbar ist."

Die kommenden 30 Tage sei es aber vor allem wichtig, mit den anderen Parteien das Gespräch zu suchen und über mögliche Koalitionen zu verhandeln. Die größeren Projekte, betont Rösch, werden erst danach in Angriff genommen. 

Rösch sieht Koalitionsverhandlungen entspannt entgegen 

Paul Rösch und seine Liste haben keine Mehrheit im Gemeinderat. Den Koalitionsverhandlungen sieht er aber entspannt entgegen. Rösch: "Es wird überhaupt keine Probleme geben einen Partner zu finden. Alles was vor den Wahlen gesagt wird, dass Geplänkel und teils unsympathische Geredet, hat jetzt aufgehört und jetzt gibt es einen Gewinner und Feierabend ist."

Die Bürger und Steuerzahler hätten es verdient, so der neue Meraner Bürgermeister, dass jetzt gearbeitet und "nicht lang dumm getan wird." Jetzt sei eine neue Mannschaft angetreten, die jene die für Meran mitarbeiten wollen gerne integriert. Die anderen würden dann eben auf der Strecke bleiben, erklärt Rösch. "Wir bekommen die Leute schon zusammen", ist er sich sicher. 

Alle Zahlen und Fakten zur Stichwahlen in Meran finden sie hier

stol/bfk

stol