„Wenn's nach mir ginge, müssten wir schneller als beschlossen aus der Kernenergie aussteigen“, sagte der CDU-Vize dem Magazin „Stern“. „Für die älteren Werke gäbe es keine Laufzeitverlängerung. Über die neuen muss man reden.“ Er rechnet aber noch mit einer weiteren Nutzung von bis zu eineinhalb Jahrzehnten. „Weil wir morgen nicht aussteigen können und sicher noch 10 bis 15 Jahre Kernenergie haben werden, muss zwingend alles in die Sicherheit investiert werden, aber auch alles.“Die Bundesregierung hatte am Dienstag mit den Ländern mit Atomstandorten beschlossen, die sieben ältesten Meiler sowie das unsichere Atomkraftwerk Krümmel für ein Vierteljahr vom Netz zu nehmen. Der CDU-Politiker riet den Energiekonzernen zur Zusammenarbeit. „Laufzeiten regelt der Gesetzgeber. Wir haben ein Gesetz beschlossen. Gesetze sind änderbar“, sagte Röttgen. „Fürs Geldverdienen braucht man in einer demokratischen Gesellschaft Akzeptanz. Wer mit Kernenergie auch in Zukunft Geld verdienen möchte, muss diese Akzeptanz gewinnen. Wir arbeiten gerade an dieser Akzeptanz.“dpa