Montag, 02. Dezember 2019

Rom ruft EU zu Maßnahmen gegen Fahrverbote in Nordtirol auf

Italien hat die EU-Kommission offiziell aufgerufen, eine „entschlossene Position“ gegen die Nordtiroler Fahrverbote einzunehmen, denn diese könnten ab 1. Jänner 2020 dem Transit italienischer Waren am Brenner schwere Probleme verursachen.

Italiens Verkehrsministerin will gegen Fahrverbote in Nordtirol vorgehen.
Italiens Verkehrsministerin will gegen Fahrverbote in Nordtirol vorgehen. - Foto: © AP (ZEITUNGSFOTO.AT/DANIEL LIEBL) / ZEITUNGSFOTO.AT/DANIEL LIEBL

Dies berichtete Italiens Verkehrs- und Infrastrukturministerin, Paola De Micheli, nach einem Treffen mit der neuen EU-Verkehrskommissarin Adina Valean in Brüssel.

De Micheli reichte bei Valean am Montag ein Schreiben ein, in dem sich die italienische Regierung wegen der Auswirkungen der Fahrverbote auf den Brenner-Transit besorgt erklärt. „Diese Maßnahmen könnten gravierende Auswirkungen auf den italienischen Warenverkehr haben. Daher fordert Italien, dass die EU-Kommission eine sehr entschlossene Position gegen diese Maßnahmen bezieht“, so Micheli laut Medienberichten. Niemand dürfe gegen die gemeinsamen Wettbewerbsregeln verstoßen.

Die Ministerin handelt unter dem Druck der italienischen Frächterverbände. Der Verband Conftrasporto hatte zuletzt Druck auf die Regierung in Rom für Initiativen auf europäischer Ebene gegen die Fahrverbote in Nordtirol gemacht. Laut dem Frächterverband überqueren 70 Prozent der Warenströme zwischen Italien und dem Rest Europas die Alpen. 84 Prozent des Warentransports über die Alpen erfolge per Lkw.

apa