Freitag, 11. Juni 2021

Empfehlung aus Rom: Kein AstraZeneca mehr für unter 60-Jährige

Das technisch-wissenschaftliche Komitee CTS hat am Freitagnachmittag die dringende Empfehlung ausgesprochen, den Impfstoff von AstraZeneca nicht mehr an Personen unter 60 Jahren zu verimpfen. Bei Zweitimpfungen sollen andere Impfstoffe verwendet werden.

Das technisch-wissenschaftliche Komitee hat die dringende Empfehlung ausgesprochen, AstraZeneca nur noch an Personen über 60 Jahren zu verimpfen.
Das technisch-wissenschaftliche Komitee hat die dringende Empfehlung ausgesprochen, AstraZeneca nur noch an Personen über 60 Jahren zu verimpfen. - Foto: © APA/afp / LOIC VENANCE
Wie angekündigt, hat sich das Komitee in Rom am Freitagnachmittag befasst, ob der Impfstoff von AstraZeneca künftig nur noch an Personen ab 60 Jahren verabreicht werden soll.

Das CTS sprach sich dabei deutlich gegen die Verimpfung an jüngere Personen aus. Wer unter 60 Jahre alt ist und bereits eine Dosis AstraZeneca erhalten hat, soll bei der Zweitimpfung Pfizer/Biontech oder Moderna erhalten.

Zweifel über die Sicherheit des Impfstoffes für jüngere Menschen nahmen erneut zu, nachdem am Dienstag eine 18-Jährige aus Genua an den Folgen einer Thrombose starb, wenige Tage nachdem sie mit dem AstraZeneca-Vakzin immunisiert worden war.

Mittlerweile ist bekannt, dass die junge Frau an einer Autoimmunkrankheit litt, ob ihr Tod mit dem Impfstoff zusammenhängt, ist nicht geklärt.

„Die Empfehlung des wissenschaftlichen Komitees werden von der Regierung übernommen werden“, erklärte Gesundheitsminister Roberto Speranza im Rahmen der Pressekonferenz am Freitag.

Mehr weiße Zonen – Südtirol muss warten

Ab kommender Woche sollen weitere Regionen in die sogenannte Weiße Zone mit den lockersten Corona-Regeln fallen, wie Gesundheitsminister Roberto Speranza am Freitag in Rom sagte.

Dazu gehören ihm zufolge unter anderem die norditalienischen Regionen Emilia-Romagna und Piemont, die Lombardei mit der Metropole Mailand, die Autonome Provinz Trient, Latium mit der Hauptstadt Rom und Apulien.
Dort entfallen unter anderem die nächtliche Ausgangssperre und die Beschränkungen in der Außengastronomie.

Damit gelten für den überwiegenden Teil der Menschen in Italien die lockersten Corona-Regeln.

Südtirol muss sich wohl noch bis zum 21. Juni gedulden, um als weiße Zone eingestuft zu werden.

Die Infektionslage in dem Land mit rund 60 Millionen Einwohnern verbesserte sich seit der vergangenen Woche weiter. Der landesweite 7-Tage-Inzidenzwert seit dem vergangenen Freitag sank auf durchschnittlich 26 Fälle je 100 000 Einwohner. In der Vorwoche lag er noch bei 32.

stol