Montag, 22. Juni 2020

Roosevelt-Statue in New York soll abgebaut werden

In der Rassismusdebatte in den Vereinigten Staaten soll nun auch eine Statue des früheren Präsidenten Theodore Roosevelt vor dem New Yorker Naturkundemuseum abgebaut werden. Dabei geht es nicht um die Person Roosevelts als solche, sondern um die Komposition des Denkmals, das eine „rassische Hierarchie“ widerspiegele, teilte das Museum mit.

New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio hat der Entfernung zugestimmt. Präsident Trump bezeichnete sie als „lächerlich“.
New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio hat der Entfernung zugestimmt. Präsident Trump bezeichnete sie als „lächerlich“. - Foto: © APA/afp / JEWEL SAMAD
Die Statue zeigt Medien zufolge das ehemalige Staatsoberhaupt auf einem Pferd, während neben ihm ein amerikanischer Ureinwohner und ein Afrikaner zu Fuß gehen. Bürgermeister Bill de Blasio stimmte einer Anfrage des Museums zur Entfernung zu. Um die Statue hat es schon jahrelang Diskussionen gegeben.

In den USA dauert momentan unter dem Eindruck von Protesten gegen Rassismus eine Debatte um die Erinnerungskultur an, darunter um Statuen und Denkmäler. US-Präsident Donald Trump hatte sich wiederholt zum Beispiel dagegen ausgesprochen, Militärbasen umzubenennen. Auch die Entfernung der New Yorker Statue kritisierte er: Der Präsident verlinkte am Montag einen Zeitungsartikel auf Twitter dazu und schrieb: „Lächerlich, macht es nicht!“.

dpa

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