Er habe gleich mehrere Gründe genannt, warum er für eine solche Vereinheitlichung sei, so Achammer. Zudem würde es mit allen Interessensgruppen in der zweiten Augusthälfte Gespräche geben, sagt der Bildungslandesrat.<BR /><BR /><BR />Die von ihm vorgeschlagene Zeit von 7.30 bis 14.30 Uhr <a href="https://www.stol.it/artikel/politik/einheitliche-bildungszeiten-der-plan-fuer-kindergarten-und-schule" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">(wir haben berichtet)</a> würde ausnahmslos für alle gelten. „Vom Kindergarten bis zur Mittelschule“, präzisiert Achammer. „Auch für die Erstklässler und für alle Klassen der Grund- und Mittelschule – immer vorausgesetzt, dass man sich dafür entscheidet.“ <h3> „Nachmittagsunterricht, so wie er heute ist, zu anstrengend für Erstklässler“</h3>Er habe dafür auch mehrere Gründe genannt. „Unter anderem, da ich der Meinung bin, dass Nachmittagsunterricht, so wie er heute ist und über 14.30 Uhr hinausgeht, zu anstrengend ist für Erstklässler im Übergang vom Kindergarten auf die Schule“, so Achammer. <BR /><BR />Sollte man sich für diese Variante entscheiden, würde es für alle Klassen der Grund- und Mittelschule nach 14.30 Uhr keinen Nachmittagsunterricht mehr geben. Die pädagogischen Gründe für einen Unterrichtsbeginn nicht vor 8 Uhr, keinen Nachmittagsunterricht nach 14.30 Uhr und auch das Mittagessen würden laut dem Bildungslandesrat eindeutig für die Kinder sprechen, so Achammer. <h3> Stundenplan eine autonome Entscheidung der Schulen</h3>Dennoch regt sich gegen seinen Vorschlag, die Bildungszeiten in Kindergärten, Grund- und Mittelschulen zu vereinheitlichen, jetzt auch von Seiten der Gewerkschaften Widerstand. „Die Schulen sind kein Parkplatz“, schreibt etwa Uil Scuola in einer Aussendung. <BR /><BR />Der Stundenplan sei eine autonome Entscheidung der Schulen und „sollte von denen entschieden werden, die wirklich etwas von Bildung verstehen, nicht von der Politik“. Achammers Vorschlag sei „eine etwas bizarre Sichtweise auf die Schule, die nicht einfach ein Ort sein kann, an dem man Kinder unterbringt“, ärgert sich Uil-Sekretär Marco Pugliese. „Ich verstehe, dass es am Land Realitäten gibt, die eine bestimmte Art der Organisation haben.“ Das zu verallgemeinern, sei aber riskant. Jeder Ort habe seine Besonderheiten. Und was in einem Dorf vielleicht eine gute Lösung sei, müsse nicht unbedingt auch für eine Stadt gelten.<h3> In Stein gemeißelt ist in Sachen Vereinheitlichung der Bildungszeiten gar nichts</h3>Uil Scuola zeige dem vorliegenden Vorschlag zur Vereinheitlichung der Bildungszeiten klar die Rote Karte. „Dieser Vorschlag dient nur dazu, zu bekräftigen, dass den Schulen die Freiheit gelassen werden muss, autonom zu entscheiden“, so Pugliese. „Schluss mit der Vorstellung, dass es einen politischen Entscheidungsträger gibt, der alles regelt. Die Stundenpläne sind Sache der Pädagogen, nicht der Politik.“ Es gebe ein Gesetz über die Schulautonomie, das eine klare Sprache spreche und das alle Fragen klären sollte.<BR /><BR />In Stein gemeißelt ist derzeit in Sachen Vereinheitlichung der Bildungszeiten noch gar nichts. Derzeit handelt es sich nur um einen Vorschlag. Und diese Version sei ihm die beste erschienen, so Achammer. „Natürlich werden wir mit Familienorganisationen, Landesbeirat der Eltern, der Schüler usw. entsprechend reden“, so Achammer. „All diese Gespräche mit den verschiedenen Interessensgruppen fangen in der zweiten Augusthälfte an.“