Außerdem erklärte Rubio gegenüber dem Sender, warum neben Maduro und seiner Ehefrau Cilia Flores nicht weitere Regierungsmitglieder festgenommen worden sind. „Man kann nicht einfach reingehen und fünf Leute auf einmal festnehmen.“ Es gebe jetzt schon viel Kritik an dem US-Einsatz, an dem neben dem Militär auch Eliteeinheiten beteiligt waren.<BR /><BR />„Stellen Sie sich vor, was für ein Aufschrei von allen Seiten käme, wenn wir tatsächlich vier Tage dort bleiben müssten, um vier weitere Personen festzunehmen“, sagte Rubio CBS News weiter. Maduro und seine Ehefrau hätten im Rahmen der Operation „höchste Priorität“ gehabt, sagte er.<BR /><BR />US-Präsident Donald Trump hatte am Samstag angekündigt, die USA würden das südamerikanische Land zunächst selbst führen. Wie eine US-Verwaltung Venezuelas konkret aussehen könnte, ließ er allerdings offen.<BR /><BR /><b>Interimspräsidentin Rodriguez fordert Maduros Freilassung <BR /></b><BR />US-Elitesoldaten hatten den langjährigen linksnationalistischen Staatschef Maduro und seine Ehefrau in der Nacht auf Samstag bei einem Blitzeinsatz in Venezuela gefangen genommen und außer Landes gebracht. Maduro wurde in New York inhaftiert und soll dort wegen „Verschwörung zum Drogenterrorismus“ vor Gericht gestellt werden. Das Oberste Gericht in Venezuela ernannte Maduros Stellvertreterin Delcy Rodríguez zur Interims-Staatschefin.<BR /><BR />Diese habe zu erkennen gegeben, dass sie zur Zusammenarbeit mit den USA bereit sei, sagte Trump bei seiner Pressekonferenz am Samstag. Rodríguez betonte in einer Fernsehansprache jedoch, Maduro sei „der einzige Präsident Venezuelas“ und forderte von Washington dessen Freilassung. Zugleich sagte sie, ihre Regierung werde Venezuela und seine „natürlichen Ressourcen verteidigen“.<BR /><BR /><b>Hegseth: „Gegenteil von Irak-Einsatz“<BR /></b><BR />US-Verteidigungsminister Pete Hegseth sah beim Venezuela-Einsatz keine Parallelen zum US-Einsatz im Irak. Auf die Frage, ob der Einsatz tatsächlich anders war als beim Intervenieren der US-Streitkräfte im Irak, sagte er dem Sender CBS News: „Es ist genau das Gegenteil. Wir haben jahrzehntelang Unsummen ausgegeben und mit Blut bezahlt, ohne wirtschaftlich etwas dafür zu erhalten.“ Präsident Trump habe die Spielregeln geändert.<BR /><BR />Hegseth, der sich seit einiger Zeit als Kriegsminister bezeichnet, machte keinen Hehl aus den wirtschaftlichen Absichten der USA in Venezuela. „Wir können ihnen helfen und gleichzeitig die Vereinigten Staaten in der westlichen Hemisphäre stärken“, sagte er. Er rechtfertigte den Einsatz damit, dass Venezuela eine lange Geschichte als reiches und wohlhabendes Land gehabt habe. „Dies wurde seinen Bürgern durch eine schreckliche Führung gestohlen.“<BR /><BR />Die USA waren 2003 unterstützt von einer internationalen Koalition in den Irak einmarschiert und hatten den autoritären Herrscher Saddam Hussein gestürzt. 2011 zogen die amerikanischen Truppen aus dem ölreichen Golfstaat ab, kehrten aber drei Jahre später zurück, um die örtlichen Sicherheitskräfte im Kampf gegen die Terrormiliz IS zu unterstützen. Trotz des langjährigen US-Einsatzes gelang es nicht, im Irak Stabilität oder eine funktionierende Demokratie zu etablieren. Korruption und Misswirtschaft sind weit verbreitet.