Stephan Konder wird Spitzenkandidat der Bozner SVP für die Gemeinderatswahlen im Mai 2025, Johanna Ramoser wird Listenführerin. Das ist der Kompromiss, auf den sich die beiden rivalisierenden Fraktionen in der Partei geeinigt haben. <BR /><BR /><BR /><BR />Besiegelt wurde der Beschluss – und damit Konders Rückzug vom Rückzug – gestern Abend im Koordinierungsausschuss der SVP in Bozen, in dem die Vertreter aller Ortsgruppen, die Interessenvertreter und die Gemeinderäte sitzen, und der alle wichtigen Entscheidungen trifft. <BR /><BR /><BR />Zur Erinnerung: Stephan Konder hatte Mitte Oktober als erster Kandidat öffentlich sein Interesse an der Spitzenkandidatur erklärt. Anfang November zogen dann Johanna Ramoser, Evi Seebacher, Hannes Mussak und Christoph Buratti nach. Damit gab es plötzlich 5 Kandidaten – eine Stichwahl unter mehreren Bewerbern stand im Raum. Nach dem für viele überraschenden Rückzug von Konder vergangene Woche <a href="https://www.stol.it/artikel/politik/vize-buergermeister-konder-zieht-svp-spitzenkandidatur-zurueck" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">(wir haben berichtet)</a> hatte sich in der Partei bald massive Unterstützung für den 57-Jährigen aufgebaut, die sich zu einem Momentum für den ehemaligen Eishockeyprofi entwickelte, der seinen Rückzug mit mangelndem Rückhalt begründet hatte. <BR /><BR /><BR />Den entscheidenden Durchbruch im parteiinternen Streit um die Spitzenkandidatur brachte dann – nach tagelangen, intensiven Gesprächen – gestern Vormittag eine lange Aussprache zwischen Paula Aspmair, SVP-Ortsobfrau von Bozen Dorf und Unterstützerin von Stadträtin Ramoser, die ebenfalls beim Treffen dabei war, und SVP-Obmann Dieter Steger, bis September auch SVP-Stadtobmann, der „Team Konder“ ist. „Es war ein gutes, ein klärendes Gespräch“, wie Aspmair gegenüber uns erklärte. „Wir haben einen gemeinsamen Nenner gefunden, mit dem wir gemeinsam in den Wahlkampf ziehen werden.“<BR /><h3> Steger: „Konder ist der Bürgermeisterkandidat der SVP – Ziel: Stichwahl“</h3><BR />Auch SVP-Obmann Dieter Steger zeigte sich „überzeugt“, dass die innerparteilichen Gräben mit dem Kompromiss geschlossen sind, wie er nach der Sitzung des Ausschusses gegenüber dieser Zeitung erklärte. „Stephan Konder ist nicht nur Spitzenkandidat, sondern auch Bürgermeisterkandidat. Johanna Ramoser wird die Gemeinderatsliste anführen. Diese Entscheidung hat der SVP-Koordinierungsausschuss heute Abend (gestern; Anm.d.Red.) einstimmig per Akklamation getroffen. Bei allen Punkten, die Stadtobmann Andreas Berger bei der Sitzung zur Diskussion gestellt hat, gab es einstimmige Entscheidungen. Das ist der Beweis dafür.“<BR /><BR /><BR /> In einer Sammelpartei sei es immer so, dass man am Ende zusammenzuhalten habe, denn das erwarte sich die Bürgerschaft. Es gebe viele und komplexe Themenstellungen, sei es beim Thema Wohnen, aber auch bei den Themen Sprache in den Schulen, Sicherheit, wirtschaftliche Möglichkeiten in der Stadt, soziale Sicherheit. „Darauf müssen wir uns vorbereiten. Ich bin überzeugt, dass wir geschlossen in den Wahlkampf gehen“, betonte Steger. <BR /><h3> „Die Wahlkampfstrategie der SVP in Bozen ist klar“</h3><BR />Mit der Entscheidung, Konder zum Bürgermeisterkandidaten zu machen, sei „die Wahlkampfstrategie der SVP in Bozen klar. Wir werben darum, dass die SVP die Möglichkeit hat, in die Stichwahl zu kommen“, unterstrich Steger. Da Caramaschi durch die Mandatsbegrenzung für Bürgermeister von Gemeinden über 15.000 Einwohner nicht erneut kandidieren könne, ändere sich alles. „In Bozen wird es einen Bürgermeisterwechsel geben. Stephan Konder hat beste Voraussetzungen, um sich dafür zu empfehlen. Wir wissen natürlich, dass es in einer Stadt, in der die deutsche Komponente 22 Prozent ausmacht, schwierig sein wird, aber wir werden alles dafür tun, um von der Wählerschaft die Unterstützung dafür zu bekommen, dass Konder in die Stichwahl kommen kann. Wir machen Wahlkampf für uns, so wie andere Parteien Wahlkampf für sich machen werden“, stellte Steger zur Frage der Positionierung der SVP klar.