Was wollen die wahlwerbenden Parteien in Leifers verbessern? Antworten darauf haben die 5 anwesenden Bürgermeisterkandidaten anlässlich einer Podiumsdiskussion im Theater von St. Jakob am Montagabend gegeben. <BR /><BR />Letzthin wurde der Leiferer Gemeinderatswahlkampf schmuddelig: Innerhalb des Mitte-rechts-Lagers flogen die Fetzen, nachdem sich Matteo Gazzini („Forza Italia“) aus der Koalition verabschiedet hatte und alleine um den Bürgermeistersessel rittert. Seitdem jagen gehässige Posts durch die sozialen Netzwerke. Bürgermeisterkandidatin Claudia Furlani („Uniti per Laives“, Lega, „Fratelli D’Italia“) hat sich am Montagabend an der Elefantenrunde im Theater St. Jakob dann auch nicht beteiligt. Die Konkurrenten Giovanni Seppi (SVP), Bruno Ceschini (Team K), Sara Endrizzi (Mitte-links-Koalition) und Emilio Corea („La Civica“) hingegen stellten sich. <h3> Das leidige Thema Verkehr</h3>„Schon vor 20 Jahren lief die Diskussion an. Damals wollten die Bozner nicht mitziehen. Gut, dass es doch geklappt hat“, sagte Ceschini zum laufenden Neubau der Grundschule in St. Jakob. Seppi bezeichnete das Projekt als „avantgardistisch“. „Beide Sprachgruppen rücken zusammen“. Endrizzi nannte es „das wichtigste Vorhaben der aktuellen Amtsperiode“ und Gazzini ein „fundamentales Projekt“. Corea musste passen: „Ich kenne die Details nicht.“ <BR /><BR />Zum Thema Verkehrsaufkommen meinte Team-K-Kandidat Ceschini, dass der Umfahrungstunnel St. Jakob zwar Entlastung gebracht hätte, die „Verlängerung der SS12 wäre aber dringend notwendig.“ Gazzini pflichtete ihm bei und Seppi erklärte, dass es mit der Verwirklichung der Projekte in der Einsteinstraße in Bozen-Süd zu Verbesserungen kommen werde. „Es fehlt ein Gesamtkonzept“, meinte hingegen Corea. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1028799_image" /></div> <BR /><BR />In Steinmannwald war der sprunghafte Anstieg der Einwohnerzahl durch die neuen Wohnbauzonen das Thema. „Eine Fraktion innerhalb der Fraktion ist entstanden“, sagte SVP-Kandidat Seppi. Mit dem Abriss des Hauses Balzan konnte eine Verbindung zwischen dem Alt-Dorf und den Zonen Toggenburg 1 und 2 geschaffen werden. <BR /><BR />„Wichtig ist jetzt, in die Jugendarbeit zu investieren“, sagte er. Endrizzi forderte zusätzlich größeres Augenmerk für die lokale Wirtschaft und Corea mehr Treffpunkte für die Bewohner. Für Ceschini sei eine Belebung der Neubauzonen dringend notwendig. „Sie sind reine Schlafstätten.“ „Forza Italia“-Kandidat Gazzini hingegen meinte: „Steinmannwald wurde ohne urbanistischer Idee entwickelt.“ <h3> Handlungsbedarf bei Schulbauten</h3>Im Hauptort Leifers sorgten die Themen Stadtplatz, Jugend, Ehrenamt und geplante Bauvorhaben für Diskussionsstoff. Einhellig war man der Meinung, dass bei den Schulbauten dringend Hand anzulegen ist. Befürwortet wurde einstimmig die Sanierung des Freibades. <BR /><BR />Der Stadtplatz selbst werde kein Treffpunkt für die Bevölkerung sein, meinte Corea. „Zu nackt und roh“, ergänzte Ceschini. Dieser brach eine Lanze für das Ehrenamt. Die ausufernde Bürokratie sei ein Problem. „Wenn es keine Vereine mehr gibt, dann wird es zappenduster“, prophezeite er. <BR /><BR />Endrizzi meinte, dass dem lokalen Handel mehr Gehör geschenkt werden müsse; und der Jugend: „Sie ist nicht nur die Zukunft, sondern Gegenwart.“ Die Verwaltung habe offensichtlich Probleme den jungen Menschen die richtigen Antworten zu geben, meinte Corea. Gazzini forderte mehr Radwege, ein klares Tourismuskonzept und einen offenen Dialog mit Bozen. <BR /><BR />Seppi wies darauf hin, dass viele Projekt umgesetzt wurden, „die für eine Steigerung der Lebensqualität sorgen“. Auch er hob die Wichtigkeit des Ehrenamtes hervor und kam auch auf das Thema Sicherheit zu sprechen: „Die Zusammenarbeit mit den Ordnungshütern ist hervorragend.“ Er sprach sich ebenfalls für einen Ausbau des Radwegenetzes aus.<BR />