In dem X-Post wurde der Kreml erneut aufgefordert, „den Krieg zu beenden und sich ernsthaft an Friedensverhandlungen zu beteiligen“. „Bis dahin sind wir entschlossen, die Sanktionen zu verschärfen, um Russland unter Druck zu setzen, seinen Kurs sinnloser Angriffe zu ändern“, hieß es dazu weiter.<BR /><BR />Sobald die Sicherheitslage dies zulasse, werde mit Reparaturarbeiten begonnen, fügte Ukrenergo hinzu. Energieminister Denys Schmyhal erklärte, es seien zwei Wärmekraftwerke im Westen des Landes sowie wichtige Verteilerstationen getroffen worden. Der größte private Energieversorger DTEK meldete erhebliche Schäden - es sei der zehnte Angriff auf seine Werke seit Oktober 2025.<BR /><BR />Die polnische Armee meldete den Einsatz von Flugzeugen zum Schutz ihres Luftraums. Bei russischen Angriffen auf den Westen der Ukraine nahe der Grenze zum Nachbarland Polen war dies bereits mehrfach der Fall. Wegen der Attacken in Grenznähe und der Militäraktivitäten zur Verteidigung stellten zwei polnische Flughäfen vorübergehend den Betrieb ein. Der Regionalgouverneur von Lwiw (Lemberg) sagte, der Luftalarm in der Region, die an Polen grenzt, habe mehr als sechs Stunden gedauert. Die Regierung in Kiew bat das Nachbarland um Notstromlieferungen, da es landesweit zu Notabschaltungen komme.<BR /><BR />Laut dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj griff Russland mit mehr als 400 Drohnen und rund 40 Raketen an. Ziele seien das Stromnetz, Erzeugungsanlagen und Umspannwerke gewesen, teilte Selenskyj auf der Plattform X mit. „Jeden Tag könnte Russland echte Diplomatie wählen, aber es entscheidet sich für neue Angriffe“, erklärte er weiter. Russland müsse die Fähigkeit genommen werden, die Kälte als Druckmittel gegen die Ukraine einzusetzen.