Allein in der Hauptstadt sei an diesem Samstag ein Großaufgebot der Sicherheitskräfte für die erwarteten rund 100.000 Demonstranten im Einsatz. Das meldete die Agentur Interfax am Freitag nach Behördenangaben.Vor der Wahl am 4. März will die Opposition ungeachtet der winterlichen Extremkälte in Moskau rund 50.000 Menschen auf die Straße bringen. Anhänger von Regierungschef Wladimir Putin haben eine Gegendemonstration angekündigt, um ihren Kandidaten zu unterstützen.Die Oppositionskundgebung unter dem Motto „Für ehrliche Wahlen“ gilt als Anti-Putin-Protest. Viele Menschen in Russland unterstützen die Rückkehr Putins in den Kreml nicht. Der Politiker war bereits von 2000 bis 2008 Präsident.Die Regierungsgegner hatten zuletzt bei Massenprotesten am 24. Dezember mehr als 100.000 Demonstranten bei einer Kundgebung versammelt. Nun haben die Behörden erstmals einen Marsch mit Zehntausenden Menschen durch das Zentrum genehmigt.Außerhalb des Stadtkerns haben Unterstützer Putins eine Gegenkundgebung für 15.000 Menschen angemeldet.In Medien hatten sich viele Beschäftigte von Staatsbetrieben und staatlichen Einrichtungen wie Schulen darüber beklagt, zur Teilnahme gezwungen zu werden. Neben Drohungen habe es auch Anreize gegeben, für Putin zu demonstrieren, berichteten Medien.So wurden Demonstranten kostenlose Taxifahrten zum Ort der Kundgebung, aber auch Geldprämien von umgerechnet etwa 20 Euro versprochen. apa/dpa