Mittwoch, 09. Juni 2021

Salvini denkt an einzige Mitte-Rechts-Partei bis 2023

Italiens rechte Lega um Ex-Innenminister Matteo Salvini und die konservative Forza Italia um Ex-Premier Silvio Berlusconi planen den Zusammenschluss ihrer Parteien bis zu den Parlamentswahlen, die spätestens 2023 stattfinden werden.

Matteo Salvini wünscht sich ein geeintes Mitte-Rechts-Lager.
Matteo Salvini wünscht sich ein geeintes Mitte-Rechts-Lager. - Foto: © ANSA / Riccardo Antimiani
Als erster Schritt soll eine Föderation aus Mitte-Rechts-Parteien im Parlament aus der Taufe gehoben werden, die die Regierung von Premier Mario Draghi unterstützt, kündigte Salvini an.

„Berlusconi hat sogar eine einzige Mitte-Rechts-Partei vorgeschlagen, doch ich habe mir Zeit gelassen. Man kann in 2 Wochen keine gemeinsame Partei erfinden“, so Salvini im Interview mit RAI 1 am Dienstagabend. Laut Salvini würde Berlusconi in der Mitte-Rechts-Föderation eine „fundamentale Rolle“ spielen.

„Ich wünsche mir, dass das Mitte-Rechts-Lager eine stabile Kraft ist. Je früher wir uns zusammenschließen, desto besser ist es. Der erste Schritt ist eine Zusammenarbeit der Fraktionen im Parlament. Natürlich würde ich mir wünschen, dass bei den Parlamentswahlen 2023 eine einzige Mitte-Rechts-Kraft ins Rennen geht“, so Salvini.

Die Rechtspartei „Fratelli d'Italia“ von Giorgia Meloni, die einzige Oppositionspartei im Parlament, will sich Salvinis Föderation nicht anschließen. Meloni hofft, mit harter Opposition gegen das Kabinett Draghi in Hinblick auf die Parlamentswahlen an Zuspruch zu gewinnen.

Laut einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts SWG liegt „Fratelli d'Italia“ auf Platz 2 im Ranking der stärksten Parteien. Melonis Partei würde, sollte es zu Neuwahlen kommen, auf 20,1 Prozent der Stimmen kommen, ergab die wöchentliche Umfrage des Instituts.

apa

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