Montag, 13. Mai 2019

Salvini droht Sea-Watch: Rettungsschiff wird aufgehalten

Italiens Innenminister Matteo Salvini hat der deutschen Hilfsorganisation Sea-Watch mit der Blockade ihres Rettungsschiffes gedroht.

Die „Sea-Watch 3“ war am Wochenende von Marseille aus in Richtung Rettungszone vor Libyen aufgebrochen.
Die „Sea-Watch 3“ war am Wochenende von Marseille aus in Richtung Rettungszone vor Libyen aufgebrochen. - Foto: © APA/AFP

Sollte die Crew vor Libyen Migranten aufnehmen und nach Italien bringen, „werden sie mit allen rechtlichen Mitteln aufgehalten“, erklärte Salvini am Montag. Die „Sea-Watch 3“ war am Wochenende von Marseille aus in Richtung Rettungszone vor Libyen aufgebrochen.

Salvini verbietet seit seinem Amtsantritt vor einem Jahr privaten Seenotrettern die Einfahrt in italienische Häfen. Seitdem sind viele NGO-Boote auf dem Meer blockiert oder bei der Ankunft in Italien vorübergehend festgesetzt worden.

Italien unterstützt die libysche Küstenwache dabei, die Menschen zurück in das Bürgerkriegsland zu bringen. Dort drohen den Migranten nach Angaben von internationalen Helfern allerdings schwerste Misshandlungen. Italien pocht auf eine gerechte Verteilung von Geflüchteten auf alle EU-Staaten.

dpa/stol

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