Die Opposition wirft ihm Unfähigkeit vor, nachdem es in den vergangenen Monaten wiederholt zu schweren Pannen und Verspätungen im Bahnnetz gekommen war.<BR /><BR />Oppositionschefin Elly Schlein bezeichnete Salvini als den „schlechtesten Verkehrsminister der Geschichte“. Der Vorsitzende der oppositionellen Fünf-Sterne-Bewegung (M5S) und Ex-Premier Giuseppe Conte beklagte, dass Salvini sich mehr um Elon Musks Satelliten als um die italienischen Züge kümmere. Er bezog sich dabei auf Salvinis Befürwortung eines möglichen Deals Italiens mit dem Tech-Milliardär Elon Musk in Sachen Satellitensystemen. <BR /><BR />Angelo Bonelli, Co-Sprecher der Grünen, forderte die italienische Premierministerin Giorgia Meloni auf, „ernsthaft darüber nachzudenken“, Salvini zum Rücktritt zu zwingen.<h3> Ausfall einer Stromleitung in Mailand</h3>Wegen des Ausfalls einer Stromleitung am Bahnhof in Mailand ist es am Samstag zu chaotischen Zuständen im italienischen Bahnverkehr gekommen. Ein Schaden an der Oberleitung soll der Grund für den Ausfall gewesen sein. Wegen der Panne mussten unzählige Züge in Norditalien gestrichen werden. <BR /><BR />Auf dem Hochgeschwindigkeitsnetz zwischen Nord- und Süditalien kam es zu Verspätungen von bis zu 3 Stunden, mehrere Züge wurden gecancelt. Die Bahngesellschaft Trenitalia riet auf ihrer Website den Passagieren, ihre Fahrten zu verschieben. Unzählige Bahnreisende warteten auf den größten Bahnhöfen Italiens auf Informationen über ihre Züge.<BR /><BR />Salvini war wegen eines großen Zugchaos, das im Oktober durch technische Probleme in 2 römischen Bahnhöfen verursacht wurde, bereits in den vergangenen Monaten kritisiert worden. Im Sommer war es aufgrund von Wartungs- und Modernisierungsarbeiten am Bahnnetz wiederholt zu Verspätungen und Zugausfällen gekommen.<h3> Salvini will Trendwende herbeiführen</h3>Das Verkehrsministerium veröffentlichte gestern eine Mitteilung, in der Salvini verteidigt wurde. „Jahrzehntelanges Desinteresse und fehlende Investitionen“ seien die Ursache für die „schwerwiegenden infrastrukturellen Mängel des Schienennetzes“, die das Zugchaos in Mailand verursachten. Salvini habe in den letzten 2 Jahren „seine Bemühungen vervielfacht“, „um eine Trendwende herbeizuführen und dies trotz bürokratischer Hindernisse und der zahlreichen Streiks, die von den linken Gewerkschaften ausgerufen wurden“.<BR /><BR />Das Verkehrsministerium fügte hinzu, dass die Zahl der Personenzüge im Jahr 2024 im Vergleich zum Vorjahr um 2 Prozent gestiegen sei. Die Eisenbahnnetze seien mit 9000 Zügen pro Tag „übermäßig ausgelastet“. Die Staatsbahnen Ferrovie dello Stato (FS) haben einen Plan im Umfang von 100 Milliarden Euro angekündigt, der zahlreiche Instandhaltungsprojekte umfasse. „Minister Salvini hat die feste Absicht, den Schienenverkehr zu verbessern und Italien moderner und vernetzter zu machen: 2025 werden 875 neue Züge im Einsatz sein“, heißt es in der Mitteilung.