Sonntag, 03. März 2019

Salvini nach Anti-Rassismus-Demo in Mailand unbeeindruckt

Obwohl 200.000 Menschen am Samstag in Mailand auf die Straße gegangen sind, um gegen Rassismus und gegen die Einwanderungspolitik der populistischen Regierung in Rom zu demonstrieren, hat sich der italienische Innenminister und Lega-Chef Matteo Salvini unbeeindruckt gezeigt.

Innenminister Matteo Salvini zeigt sich unbeeindruckt.
Innenminister Matteo Salvini zeigt sich unbeeindruckt. - Foto: © shutterstock

„Ich ändere meine Meinung nicht und ich mache weiter im Interesse der Italiener“, kommentierte Salvini auf Facebook.

„Friedliche Demonstrationen sind willkommen, doch ich ändere meine Meinung nicht: Nach Italien kommt man nur mit Einwanderungsgenehmigung“, so Salvini. Er versprach die Fortsetzung seines „harten Kampfes gegen Schlepper, Menschenhändler, Mafiosi und Ausbeuter“.

Salvini erklärte, er könne mit der Unterstützung der Wählerschaft rechnen, wie die jüngsten Ergebnisse der Regionalwahlen in Abruzzen und auf Sardinien bezeugten. Die Lega erreichte laut der von der Mailänder Tageszeitung „Corriere della Sera“ am Samstag veröffentlichten Umfrage des Meinungsforschungsinstitut IPSOS 35,9 Prozent der Stimmen. Bei den Parlamentswahlen im März waren es 17,4 Prozent gewesen. Die mit der Lega verbündete Fünf-Sterne-Bewegung sank dagegen auf ein Rekordtief von 21,2 Prozent.

Erste große Demonstration dieser Art

Der Protestzug mit dem Slogan „People – Zuerst die Menschen“ war die erste derart große Demonstration gegen die Einwanderungspolitik der Regierung in Rom und gegen die Strategie der geschlossenen Häfen, die Salvini vorantreibt. „Eine andere Welt ist möglich“, skandierten die Demonstranten.

Anwesend waren auch Mitglieder der bei der Flüchtlingsrettung im Mittelmeer aktiven NGOs wie „Sea-Watch“ aus Deutschland und die spanische „Proactiva Open Arms“. Aktivisten der NGO rollten Spruchbänder mit dem Slogan „Im Mittelmeer ertrinkt Europa“ aus.

apa

stol