Mittwoch, 28. April 2021

San Marino schafft Ausgangssperre ab und will Discos öffnen

Der Kleinstaat San Marino schreitet mit seiner Impfkampagne zügig voran und schafft die Ausgangssperre ab.

Der Kleinstaat San Marino hat die Ausgangssperre abgeschafft.
Der Kleinstaat San Marino hat die Ausgangssperre abgeschafft. - Foto: © shutterstock
Das nächtliche Ausgangsverbot, dessen Beginn seit dem 18. April von 22.00 auf 24.00 Uhr verlegt wurde, ist seit Anfang dieser Woche nicht mehr in Kraft. Restaurants und Bars dürfen wieder bis 21.30 offen halten. San Marino denkt jetzt an Pläne zur sicheren Wiedereröffnung der Diskotheken, berichteten italienische Medien.

Der Kleinstaat unweit von Rimini hat seine Einwohner mit Sputnik und mit Dosen von Biontec/Pfizer immunisiert. Diese Woche hat San Marino begonnen, auch Menschen unter 40 Jahren und Studenten zu impfen.

Lediglich 40 Prozent der Einwohner unter 40 Jahren haben sich jedoch zur Impfung gemeldet.

San Marino lässt derzeit keine Italiener impfen

Die Telefonzentralen der Fürsorgeanstalt von San Marino sind von Anrufen von Italienern überschwemmt, die mit dem russischen Impfstoff Sputnik V geimpft werden wollen. San Marino lehnt jedoch vorerst die Impfung von Italienern ab.

Die Restaurantinhaber in Rimini und Umgebung befürchten die Konkurrenz aus San Marino. In Italien dürfen seit Montag lediglich Lokale mit Außenbereich Kunden bedienen. Sie sind ansonsten lediglich für Take-Away-Dienste offen.

In Italien wird noch um die Ausgangssperre gestritten. Der Chef von Italiens Regierungspartei Lega, Matteo Salvini, hat eine Unterschriftensammlung gegen den Beschluss der Regierung gestartet, die nächtliche Ausgangssperre von 22.00 bis 5.00 Uhr bis zum 31. Juli zu verlängern.

„Nein zum Ausgangsverbot“, lautet der Slogan der Kampagne Salvinis, mit der er sich gegen die Koalitionspartner stellt. 90.000 Personen Menschen unterzeichneten die Petition der Lega auf der Webseite der Partei.

apa