Das Pustertal hat derzeit keine Frau im Bürgermeisteramt. Ist Sand in Taufers reif dafür? Auch darauf antwortet die Bürgermeisterkandidatin. <BR /><BR /><b>Frau Kirchler, Sie sind seit eineinhalb Jahren im Gemeinderat und wollen jetzt Bürgermeisterin werden. Was hat Sie dazu bewogen?</b><BR />Martina Kirchler: Ich bin seit jeher eine politisch denkende und agierende Frau. Die eineinhalb Jahre im Gemeinderat haben mich vieles gelehrt und vieles kennenlernen lassen. Dieses Gemeinwesen weiter zu gestalten, das bereitet mir Freude und ist mein Antrieb. <BR /><BR /><b>Ein gutes halbes Jahr vor den Gemeinderatswahlen halten sich viele noch bedeckt. Warum fällt die SVP Taufers diese Entscheidung jetzt?</b><BR />Kirchler: Auch in anderen Gemeinden und Parteien fallen derzeit diese Entscheidungen. Es ist wichtig, dass wir uns als SVP Taufers gut vorbereiten und überlegt und bedacht an die Kandidatensuche gehen. Das werden wir nun tun. <BR /><BR /><b>Sand in Taufers hat eine Gemeindekrise mit Neuwahlen im Vorjahr hinter sich, in der Aussendung zu Ihrer Kandidatur ist von einem gespaltenen Dorf, Polemik und Konflikten die Rede. Was wollen Sie besser machen?</b><BR />Kirchler: Ich bringe viel Erfahrung in der Arbeit mit Menschen mit, die in meiner beruflichen Laufbahn immer im Mittelpunkt standen. Unterschiedliche Meinungen und Standpunkte, sachliche und gerne auch anspruchsvolle Diskussion sind mir wichtig, aber es geht auch ohne persönliche Angriffe, Polemiken und Konflikte. Dafür trete ich ein. Ich trete nicht gegen jemanden an, sondern für meine Gemeinde.<BR /><BR /><b>Seit 4 Jahren ist mit der Bürgerliste „Taufers 2010“ die Opposition am Ruder, auch die vorzeitigen Neuwahlen 2023 hat sie gewonnen. Wie wollen Sie das Bürgermeisteramt für die SVP zurückholen?</b><BR />Kirchler:Wir wollen ein Angebot für die Sandnerinnen und Sandner schaffen, mit einem Programm, das wir nun erstellen werden und mit Kandidatinnen und Kandidaten, denen das Dorf am Herzen liegt. Dann werden die Bürgerinnen und Bürger entscheiden, wie sich die zukünftige Gemeindeverwaltung zusammensetzen wird.<BR /><BR /><b>Das Pustertal hat derzeit keine Frau im Bürgermeisteramt. Ist Sand in Taufers reif dafür?</b><BR />Kirchler: Das wird sich zeigen. Mir ist es wichtig, Frauen sichtbar zu machen, deshalb bin ich seit jeher auch frauenpolitisch engagiert. Mein Anliegen ist es, auch vermehrt Frauen als Kandidatinnen zu gewinnen, denn ohne Frauen ist keine Gemeinde zu machen. Gerade in der Gemeindepolitik werden die Lebensumstände von Frauen wesentlich mitgestaltet, wenn wir nur an Kinderbetreuung, Schule, Pflege, Freizeit denken. Da ist es unumgänglich, dass Frauen ihr Lebensumfeld mitgestalten. <BR /><BR /><b>Was passiert jetzt in den Monaten bis Mai?</b><BR />Kirchler: In den nächsten Wochen und Monaten werden wir die ersten Pläne, die wir im Koordinierungsausschuss bereits abgestimmt haben, konkretisieren und ein Programm und ein gutes Team zusammenstellen. Es sollen und werden Frauen und Männer sein, denen es um die Weiterentwicklung der Gemeinde und um die Menschen geht. Eine längerfristige Vision für unsere Gemeinde zu erstellen, ist uns wichtig. Und bis zur Wahl werden wir unsere Arbeit im Gemeinderat konstruktiv fortsetzen.<BR /><BR /><BR />Hintergrund<BR /><b>Neustart bei der SVP</b>