Der ist nämlich mit 31. Dezember vergangenen Jahres ausgelaufen – und wurde nur verlängert statt neu beauftragt. <BR /><BR />Und das – das ist spätestens seit dem erfolgreichen Rekurs gegen Ex-Generaldirektor Florian Zerzer klar –, ist ein Pulverfass, auf dem im Betrieb gleich mehrere Führungskräfte sitzen. <h3> <b>Der verlängerte Zerzer</b></h3>Der Beschluss vom Oktober vergangenen Jahres, mit dem die Landesregierung den Auftrag von Florian Zerzer als Generaldirektor des Südtiroler Sanitätsbetriebes verlängert hatte, „entbehrt jeglicher rechtlichen Grundlage“: Zu diesem Urteil ist Ende November bekanntlich der Richtersenat am Bozner Verwaltungsgericht gekommen – und Zerzer musste seinen Sessel räumen. <BR /><BR />Doch im Sanitätsbetrieb arbeiten aktuell gleich mehrere Führungskräfte mit dem gleichen Schönheitsfehler: einer simplen Verlängerung der Beauftragung (durch Zerzer), die so im Gesetz nicht vorgesehen ist.<BR /><BR /> Zu diesen Personen zählt unter anderem Christian Kofler, dessen Vertrag als Personaldirektor (mittlerweile wurde er in eine andere Abteilung versetzt) mit Dezember 2023 ausgelaufen ist. <h3> Kein Rekurs eingelegt</h3>Lediglich verlängert wurden auch Verwaltungsdirektor Enrico Wegher, die derzeitige Sonderkommissarin Irene Pechlaner als Bezirksdirektorin (zuletzt Bozen) und Bezirksdirektor Umberto Tait, derzeit in der Bezirksdirektion Meran. <BR /><BR />Gegen deren Verlängerung hat zwar niemand einen Rekurs eingelegt, weswegen alle in Amt und Würden sind bzw. im Falle Pechlaners könnte, wenn ihre Beauftragung als Sonderkommissarin mit der Ernennung eines Generaldirektors endet. <h3> Eine einfache Eingabe könnte genügen</h3>Doch könnten all diese Verlängerungen jederzeit in den Fokus des Rechnungshofes geraten. Eine einfache Eingabe könnte genügen, um den obersten Hüter über die öffentlichen Finanzen auf den Plan zu rufen. Und der könnte angesichts der Rechtslage auf einer Rückzahlung der Bezüge während der Verlängerung bestehen. Heikel, sollte der künftige Generaldirektor selber von einer solchen Rückzahlung betroffen sein. <BR /><BR />Nicht verlängert wurden hingegen die ebenfalls ausgelaufenen Beauftragungen für die Brixner Bezirksdirektorin Christine Zelger sowie für die ehemalige Pflegekoordinatorin Marianne Siller. In beiden Fällen haben deren Stellvertreter bis zu einer Neu-Beauftragung (die Pechlaner als Sonderkommissarin nicht vornehmen kann) die Aufgaben übernommen.