Und der dürfte damit zusammenhängen, dass die derzeitige Sonderkommissarin Irene Pechlaner mindestens noch ein heißes Feuer im Eisen hat.<BR /><BR /><BR />Denn Pechlaner hat sich auch beim Fürsorgeinstitut NISF/INPS als Landesdirektorin beworben – und gegen einen abschlägigen Bescheid bzw. die Übertragung der Aufgabe an den Trentiner Gabriele Giancamilli Rekurs eingereicht. Das Bozner Verwaltungsgericht hat diesen zwar nicht zugelassen, doch der Prozess geht vor dem Landesgericht weiter. Und scheint durchaus nicht aussichtslos, zumal es auch von anderer Seite aus Proporzgründen Proteste gegen die Nominierung Giancamillis gibt. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1002656_image" /></div> <BR /><BR />Und dann hängt ja auch noch ein möglicher Rekurs von Ex-Generaldirektor Thomas Schael im Falle einer Ernennung Pechlaners zur Generaldirektorin wie ein Damoklesschwert über der Entscheidung. Wie auch immer, Landesrat Dr. Hubert Messner will die Generaldirektion des Sanitätsbetriebes auf jeden Fall „langfristig“ besetzt wissen, eine Generaldirektorin, die in wenigen Monaten weiterziehen könnte, „ist keine Alternative“, unterstreicht er. <BR />Indiskretionen zufolge soll Pechlaner selbst ihre Bewerbung bereits zurückgezogen haben und auch intern schon signalisiert haben, dass sie als Generaldirektorin der Sabes nicht mehr zur Verfügung steht („Das soll der nächste Generaldirektor machen.“). Und was dann?<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1002659_image" /></div> <BR /><BR />„Dann gibt es ja noch 2 andere Bewerber“, sagt Dr. Hubert Messner. Doch das macht die Sache nicht einfacher. Denn der eine ist eben Schael, der zwar als „persona non grata“ gilt, von der Bewertungskommission jedoch ein „pieno idoneo“ (voll geeignet) bescheinigt bekommen hat. Mitbewerber Christian Kofler, derzeit Abteilungsleiter im Sanitätsbetrieb, wurde niedriger bewertet. Eine Entscheidung für ihn ist damit zwar durchaus möglich, müsste aber wohl gut begründet werden. Alles zusammen „eine schwierige Entscheidung“, gibt Dr. Messner zu, der eigentlich die Angelegenheit „endlich abhaken wollte“. Für die kommende Woche hat er jedenfalls in Sachen Generaldirektion noch einige Gespräche vor sich, „ich möchte kommenden Dienstag der Landesregierung einen Namen präsentieren können“, sagt er. <h3> Eine Notlösung, die aber niemand will</h3>Und wenn die Quadratur des Kreises nicht gelingt? Einen weiteren Bewerber kann man jedenfalls nicht einfach aus dem Ärmel zaubern. Man müsste schon die gesamte Prozedur von vorne beginnen. Möglich wäre dies. Allerdings müsste man dafür den 2. Mai abwarten, den bis dahin läuft die Frist für Kandidaten, sich in das entsprechende Register der „papabili“ eintragen zu lassen. <BR /><BR />Bis dahin könnte der Sanitätsbetrieb weiterhin kommissarisch verwaltet werden. Eine Notlösung, die aber wohl niemand will. Die beiden männlichen Bewerber nehmen die erneute Vertagung der Entscheidung gelassen: „Ich kann warten“, sagt Kofler. Schael findet: „Eine Grundsatzentscheidung für die Zukunft des Gesundheitssystems sollte in aller Ruhe und mit Überzeugung gefällt werden.“ Pechlaner war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.<BR />