Nach dem Ergebnis einer IFOP-Umfrage, das am Donnerstag veröffentlicht wurde, würde es Sarkozy als konservativer Kandidat nunmehr auf jeden Fall in die Stichwahl schaffen, egal, welcher Sozialist gegen ihn und die Chefin der rechtsextremen Partei „Front National“ (FN), Marine Le Pen, antritt.Laut Umfrage wollen im ersten Durchgang der Präsidentenwahl im Frühjahr 2012 insgesamt 29 Prozent der Befragten für den ehemaligen Sozialistenchef Francois Hollande stimmen. Es folgen die aktuelle Sozialistenchefin Martine Aubry mit 27 Prozent und die ehemalige Präsidentschaftskandidatin Segolene Royal mit 16 Prozent. Sarkozy kann mit 21 Prozent gegen Aubry und nur mit 19 Prozent gegen Hollande oder Royal rechnen. Dies bedeutet also, dass Sarkozy nur im Rennen gegen Royal führend in die Stichwahl gehen würde.Sollte die Sozialistische Partei (PS) Royal ins Rennen schicken, dann würde Le Pen eine Gefahr darstellen, zumal diese laut Umfrage zwischen 17 und 18 Prozent der Stimmen erhalten könne, während sich die Sozialistin mit nur 16 Prozent begnügen müsste. In dem Fall könnte es daher bei der Stichwahl zu einem Duell Sarkozy-Le Pen kommen.Der Umweltschutzkandidat Nicolas Hulot kann laut Umfrage mit 11 bis 13 Prozent der Stimmen rechnen und Ex-Umweltminister Jean-Louis Borloo, Chef der rechtsliberalen Radikalen Partei, mit 9 bis 12 Prozent. Der zentrumsbürgerliche Chef des „Mouvement Democrate“ (MoDem), Francois Bayrou, der gaullistische Ex-Premier Dominique de Villepin und der Chef der „Linkspartei“ (PG) und linke PS-Dissident Jean-Luc Melenchon, würde die 5-Prozent-Schwelle nur dann überschreiten, wenn Royal für die Sozialisten ins Rennen ginge, so die IPSOS-Umfrage, für die am 18. Mai mehr als 1.000 Personen befragt wurden.Dominique Strauss-Kahn kommt für die parteiinternen Vorwahlen der Sozialisten zur Aufstellung ihres Präsidentschaftskandidaten nicht mehr infrage, nachdem er in den Vereinigten Staaten unter dem Verdacht einer versuchten Vergewaltigung inhaftiert wurde. Gewisse Umfragen hatten in den vergangenen Wochen ergeben, dass Präsident Sarkozy gar nicht in die Stichwahl käme, falls Strauss-Kahn für die Linke ins Rennen ginge. In diesem Fall wäre es nach den Angaben zu einem Duell von Strauss-Kahn gegen Le Pen gekommen.