Nach AberkeZugleich vermied er ein ausdrückliches Bekenntnis zum Verbleib Schavans im Amt.Schavan machte auf ihrer Südafrikareise in Johannesburg deutlich, dass sie vor Gericht um den Titel kämpfen will. Die Opposition verlangte den Rücktritt der Ministerin und Merkel-Vertrauten. Auch der Deutsche Hochschulverband, die Berufsvertretung der Universitätsprofessoren, legte Schavan den Rücktritt nahe.Seibert sagte, nach der für Freitagabend erwarteten Rückkehr der Ministerin von ihrer Reise werde „Gelegenheit sein, in Ruhe miteinander zu reden“. Die genaue Zeit ließ er offen. „Ein solcher Termin wird sich immer finden, wenn es nötig ist.“ Merkel stehe „in gutem Kontakt“ mit Schavan. „Sie schätzt ihre Leistung als Ministerin außerordentlich.“ Merkel ist bis Freitag beim EU-Gipfel in Brüssel. Seibert sagte, Schavan werde in Deutschland sicher „auch erneut und ausführlicher Stellung nehmen, als das aus dem Ausland möglich und angebracht ist“.Die 57-jährige Schavan sagte in Johannesburg vor Journalisten nur: „Die Entscheidung der Universität Düsseldorf werde ich nicht akzeptieren und dagegen Klage einreichen.“ Sie ergänzte: „Mit Blick auf die juristische Auseinandersetzung bitte ich um Ihr Verständnis, dass ich heute keine weitere Stellungnahme abgeben werde.“Die Uni Düsseldorf hatte Schavan am Dienstag nach neun Monaten Prüfung wegen „vorsätzlicher Täuschung“ in ihrer Promotionsarbeit den vor 33 Jahren erworbenen Doktortitel entzogen.apa/dpa