Bei den 26 Schengen-Staaten handelt es sich um 22 EU-Länder sowie Island, Norwegen, Schweiz und Liechtenstein.Von der Europäischen Union nicht dabei sind Bulgarien, Zypern, Irland, Rumänien und Großbritannien.Bulgarien und Rumänien haben technisch die Voraussetzung für den Beitritt erfüllt, doch wurde die Entscheidung wegen Korruptionsvorwürfen bisher immer wieder verschoben.Die Niederlande blockieren weiterhin den vollständigen Wegfall der Grenzkontrollen zu Rumänien und Bulgarien und auch Finnland übt Kritik. Ihr Argument lautet, dass die ehemaligen Ostblockstaaten Korruption und Kriminalität nicht im Griff haben. Innenminister Zwetan Zwetanow erwartet jedoch eine „politische Lösung über einen etappenweisen Wegfall der Grenzkontrollen“ bis März 2012.Mit dem Schengen-Abkommen fallen die Grenzkontrollen zwischen den Mitgliedstaaten weg. Das Abkommen wurde im Juni 1985 in der luxemburgischen Stadt Schengen zunächst von Deutschland, Frankreich, Belgien, Luxemburg und den Niederlanden unterzeichnet.Kern des Abkommen ist die Abschaffung der Personenkontrollen an den Binnengrenzen. Außerdem haben sich die Mitgliedsstaaten auf gemeinsame Richtlinien geeinigt, in denen der Grenzübertritt an den Außengrenzen geregelt ist. Die Schengen-Staaten haben auch ihre Visa- und Einreisebestimmungen für Kurzaufenthalte angeglichen. Verbessert wurde weiters die Zusammenarbeit von Polizei und Justiz. So dürfen beispielsweise Fahnder grenzüberschreitend Verdächtige verfolgen.