Die Planung sieht vor, einen Baukörper in Eisenbeton zu errichten: zwanzig Meter breit, 134 Meter lang und bis zu acht Meter hoch. Der eingehauste Schießstand soll nunmehr auf Vorschlag der Landesregierung an den Felsen des Mitterberges gebaut und auf der Südseite nach Möglichkeit mit Erdreich als Sicht- und Lärmschutz abgedeckt werden. Am Mittwoch versicherten Bauten-Landesrat Florian Mussner und General Alberto Primicerj auf einer Pressekonferenz das Hauptaugenmerk auf zwei Faktoren zu legen: einer Lärmentwicklung, die möglichst gleich Null sein soll, und einer optimalen Einpassung in die Landschaft.SVP-Bezirksobmann Schiefer protestiert Der Schießstand ist mehr als umstritten. Vor allem auch die Art und Weise des Vorgehens stößt auf verschiedensten Seiten auf Widerstand. „Die Bürgermeister der Standortgemeinden und der umliegenden Gemeinden des Überetsch und des Unterlandes sowie die politischen Verantwortungsträger des Gebietes wurden über den Abschluss und den Inhalt des Abkommens zwischen Landesregierung und Militärbehörde nicht zu gegebener Zeit informiert, sondern erst auf Anfrage der Kalterer Bürgermeisterin Gertrud Benin durch Landesrat Mussner Anfang des Jahres 2011“, stellt SVP Bezirksobmann Oswald Schiefer in einer Aussendung klar. Seitdem seien seitens der Bezirksgemeinschaft und der Standortgemeinden auf verschiedensten Ebenen Gespräche und Verhandlungen geführt worden, um Näheres zu erfahren und Schlimmers für das betroffene Gebiet zu verhindern, betont Schiefer. "Man hoffte dadurch doch noch eine zufriedenstellende Lösung des leidigen Problems zu erwirken, aber bisher ohne Erfolg". „Wollen Gespräche auf Augenhöhe“ Der Landeshauptmann und die Landesregierung hielten weiterhin am Vertrag zwischen Land und Militär fest. Bevor irgendwelche weiteren Schritte zur Planung des Schießstandes gemacht werden, erhoffe man sich eine ernst gemeinte Aussprache mit den politischen Vertretern des Gebietes. „Wir wünschen uns eine gemeinsame Lösungsfindung beim vereinbarten Treffen mit Landesrat Florian Mussner und den Bürgermeistern der Bezirksgemeinschaft Überetsch-Unterland,“ so Schiefer. „Wir wollen bei der Aussprache als Verhandlungspartner ernst genommen und nicht in die Ecke der Wiegler und Protestierer gedrängt werden.