Die Freiheitlichen orten ein „politisches Waterloo“ für das historisch gewachsene Namensgut. Parteiobmann Pius Leitner warf Durnwalder am Freitag in einer Aussendung vor, einen „Kniefall vor Rom“ gemacht zu haben.Es gebe untrügliche Zeichen dafür, dass Durnwalder entweder hochkarätig über den Tisch gezogen worden sei oder aber - was noch schlimmer wäre - einen Kniefall vor Rom gemacht habe, erklärte Leitner. Es sei schwerwiegend, dass die neue Regelung hinter dem Rücken des Landtages in Geheimverhandlungen zustande gekommen sei und dass selbst die Landtagsabgeordneten Details erst aus den Medien erfahren hätten. Der genaue Text liege den Abgeordneten immer noch nicht vor und die mediale Berichterstattung werfe viele Fragen auf.Die gesamte Problematik der Ortsnamen sei im Landtag zu behandeln, forderte Leitner. Es habe den Anschein, dass Durnwalder das Ultimatum des Ministers mehr erschreckt habe als er selber zugegeben habe. Das könne aber keine Entschuldigung dafür sein, dass sich der Landeshauptmann gegen alle Regeln der demokratischen Willensbildung hinwegsetze und im Alleingang die gesamte Toponomastik auf den Kopf stelle bzw. dem „römischen Diktat“ opfere.Das Frohlocken der italienischen Nationalisten erwecke nicht den Eindruck, dass das geschichtliche Namensgut einen besonderen Schutz erfahre. Für besonders schlimm erachte er, Leitner, dass der Landtag nun mit einem eigenen Gesetz beinahe gezwungen werde, das faschistische Namensgut zu sanktionieren. Wenn schon auf den Hinweisschildern alle Ortsbezeichnungen zwei Namen haben müssen, werde es nicht mehr möglich sein, bei den Ortsschildern eine andere Regelung zu treffen.