Nachdem der Kapuzineranger in Schlanders teilweise denkmalgeschützt ist, sagt die Soziale Mitte der SVP, dass der Bau einer Tiefgarage dort für sie nicht mehr infrage kommt, die Wirtschaft in der SVP hält indes weiterhin daran fest. Ein Streitthema also, das in Schlanders sehr emotional geführt wird. Was sagen die Bürgermeister-Kandidatinnen dazu?<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1155501_image" /></div> <BR /><BR />„Woran man festhält, ist, dass es in Schlanders Parkraum braucht“, sagt Christine Kaaserer (SVP), die vor allem von der Landwirtschaft unterstützt wird. Es brauche daher eine genaue Datenerhebung im Zuge eines Parkleitsystems. „Erst dann kann man sehen, was es braucht und wo man noch Parkraum braucht“, so Kaaserer. <BR /><BR />Die Soziale Mitte in der SVP sagt Nein zu einer Tiefgarage im Kapuzineranger. Was wäre ihre Alternative? „Das Um und Auf“, sagt sie, sei es, ein Mobilitätskonzept für Schlanders zu erstellen. Was den Kapuzineranger anbelangt, so sehe sie in der Oberfläche eine große Chance für das Dorf, um „eine grüne Oase, eine grüne Lunge anzulegen“.<BR /><BR /> Man könne daher den Standort Kapuzineranger für eine Tiefgarage nicht mit Ja oder Nein beantworten, sagt sie. „Wir müssen uns das Projekt ganzheitlich anschauen und dann gemeinsam im Sinne der Bevölkerung entscheiden“, so von Marsoner. „Wir können nicht einfach sagen, wir drücken dieses Projekt ohne Wenn und Aber durch. Das habe ich so auch der Wirtschaft gesagt.“<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1155504_image" /></div> <BR /><BR />Man müsse nämlich immer auch bedenken, sagt von Marsoner, dass durch eine Tiefgarage am Kapuzineranger, auch der Verkehr ins Dorf geleitet werde. „Daher stehen wir von der Sozialen Mitte in der SVP diesem Projekt sehr skeptisch gegenüber.“<BR /><BR />Und was sagt die dritte Bürgermeister-Kandidatin, Karin Meister von der Süd-Tiroler Freiheit, dazu? „Was den Verkehr ins Dorf anbelangt, so gibt es ein Projekt einer Einfahrt in diese Tiefgarage Richtung Gamperheim, das sich etwas außerhalb des Dorfes befindet“, so Meister. „Wenn die Rahmenbedingungen passen, und ich denke da zum Beispiel an Einbahnregelungen, dann spreche ich mich für dieses Projekt einer Tiefgarage aus“, sagt die Kandidatin der Süd-Tiroler Freiheit. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1155507_image" /></div> <BR /><BR />Die Alternative zu diesem Projekt wäre eine Tiefgarage, die fußläufig rund zehn Minuten vom Dorf entfernt sei. „Zudem müsste dieses Projekt auf privatem Grund errichtet werden“, sagt Meister. „Der Kapuzineranger gehört hingegen bereits der Gemeinde, was das Projekt erleichtern würde.“<BR /><BR />Unterschiedliche Kandidatinnen, unterschiedliche Meinungen. Das Projekt einer Tiefgarage am Kapuzineranger wird wohl auch weiterhin die Gemüter in Schlanders erregen – wahrscheinlich noch weit über die Gemeinderatswahlen am 4. Mai hinaus.