Laut „Tiroler Tageszeitung“ fordern CSU und Freie Wähler zusätzliche Tunnelabschnitte. Die ursprünglich für das Frühjahr geplante Befassung im Deutschen Bundestag für das bis zu 15 Milliarden Euro teure Vorhaben verschiebt sich erneut. <BR /><BR />Eine Inbetriebnahme der Ausbaustrecke vor 2050 wird deshalb immer unrealistischer, wegen des drohenden Nadelöhrs kann dann auch der Brennerbasistunnel nicht voll ausgelastet werden. <BR /><BR />Andererseits gilt der Tunnel als infrastrukturelles Leuchtturmprojekt für die stets geforderte Entlastung der Bevölkerung entlang der Nordtiroler Transitrouten. <h3> „Welche Lösung soll der Verkehrsausschuss zusammenbringen?"</h3>In Bayern drängen die Freien Wähler seit Jahren auf eine alternative Variante, die CSU führt ihr ernüchterndes Abschneiden bei der Kommunalwahl im März im Landkreis Rosenheim auf den Protest gegen die von der Deutschen Bahn fixierte Zulaufstrecke zurück. <BR /><BR />Die CSU-Abgeordneten im Bundestag fordern deshalb eine möglichst weitgehend unterirdische Streckenführung, einen umfassenden Lärmschutz und den Schutz der Landschaft. Kernforderung ist eine Unterquerung des Inns nördlich von Rosenheim. <BR /><BR />Für den Verkehrssprecher der österreichischen NEOS im Nationalrat, Dominik Oberhofer, stehen die bisherigen Trassenpläne politisch vor dem Aus. Anders sei kaum zu erklären, dass der deutsche Verkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) die Entscheidung in den Verkehrsausschuss des Deutschen Bundestags delegiert. <BR /><BR />„Wenn sich die deutsche Bundesregierung da nicht drübertraut, welche Lösung soll dann der Verkehrsausschuss zusammenbringen?" zitiert ihn die “TT„. Aus heutiger Sicht sei es das realistischste Szenario, dass der Brennerbasistunnel ohne absehbaren Zeitplan für einen funktionierenden Nordzulauf in Betrieb geht.