Die Gewerkschaften fordern indes, dass die schnelle Abfertigung für den gesamten öffentlichen Dienst eingeführt wird. Noch fehlt dazu aber das Geld.<BR /><BR /> Landesrätin Amhof wurde gestern bei den Gewerkschaften im öffentlichen Dienst vorstellig, um deren Einverständnis zu werben. Eigentlich wollten diese nämlich die neue Methode aushandeln, mit der öffentliche Angestellte reibungsloser als bisher zu Inflationsanpassungen kommen. Stattdessen überraschten sie Amhof mit der Bitte, zuerst einen Vertrag über die Abfertigungen abzuschließen und erst in einem zweiten zu den Inflationsanpassungen zu kommen.<BR /><BR /> Denn: Das Land hat im Haushalt bereits 30 Mio. Euro ausgewiesen, um seinen eigenen Mitarbeitern die Abfertigung innerhalb in 60 Tagen anstatt wie bisher von zwei bis drei Jahren auszuzahlen. Dazu streckt das Land die nötigen Mittel vor. „Allerdings wurde uns vom INPS mitgeteilt, dass ein Abkommen nicht reicht. Das Vorgehen ist in den Kollektivverträgen vorzusehen – zuerst im bereichsübergreifenden Vertrag für den gesamten öffentlichen Dienst, dann in den Bereichsverträgen.“<h3> Nächstes Treffen in Kürze</h3>Ende Jänner trifft man sich wieder. Bis dahin bereitet die öffentliche Delegation alle Texte vor und klärt laut Amhof auch ab, ob der schnelle Weg zur Abfertigung auch für andere Bereiche der öffentlichen Verwaltung wie Gemeinden und Sanität eingeschlagen werden kann. „Diese Sektoren haben aber noch kein Geld vorgesehen“, so Amhof. Allemal dürfte es April oder Mai werden, bis beim Land erste Abfertigungen gezahlt werden.<BR /><BR />Verständnis für das Vorziehen der Abfertigung zeigen die Gewerkschaften. „Das hat Priorität, die Abfertigung steht den Leuten zu“, so Karin Wellenzohn (ASGB) und Ulli Bauhofer (CGIL/AGB). Die Mittel für Inflationsanpassungen seien aber spätestens mit dem Nachtragshaushalt bereitzustellen.