Diese Woche behandelt der Landtag das Omnibusgesetz. Er gibt damit den Weg frei für eine Gesetzesänderung, welche die Landesregierung erst dieser Tage auf Antrag von Wohnbaulandesrätin Ulli Mair gutgeheißen hat. Auch aus aktuellem Anlass: Wetterkapriolen mit Regenfällen, Hagelschlag, Muren- und Geröllabgang nehmen zu.<h3> Umfassendere Hilfe für Betroffene</h3> „Wir gewährleisten mit den Änderungen, dass die betroffenen Familien umfassender vom Land unterstützt werden können. Dass Naturkatastrophen Wohngebäude beschädigen oder gar unbewohnbar machen, gab es in den vergangenen Jahren immer öfter – und dieses Phänomen wird uns leider auch künftig begegnen,“ sagt Mair.<h3> Fonds für Notstandshilfe aufgestockt</h3>Konkret wird der Fonds für Notstandshilfen erweitert. Künftig kann der Fonds auch für Beiträge zum Abbruch und für die Entsorgung von zerstörten Gebäuden verwendet werden. Zuschüsse im Ausmaß von bis zu 70 Prozent der anerkannten Kosten können gewährt werden.<BR /><BR /> Zudem können die Beiträge für den Kauf oder Bau einer neuen Wohnung von 10 auf 20 Prozent erhöht werden, um die zusätzlichen Kosten für Grundstück und Erschließung abzudecken. <BR /><BR /><BR /><BR />Neu ist zudem, dass Gemeinden künftig von Naturkatastrophen betroffenen Bauwerbern bereits ausgewiesene geförderte Baugründe zur Verfügung stellen. Bisher musste ein neuer Baugrund auf landwirtschaftlichem Grün zugewiesen werden. Die Änderungen werden nach Verabschiedung des Gesetzes auch auf bereits eingereichte Gesuche Anwendung finden, sagt Landesrätin Mair.<h3> Eigentümer und Mieter berechtigt</h3>Das Land sieht Unterstützungsleistungen vor, wenn Erdbeben, Überschwemmungen, Erdrutsche, Wolkenbrüche, Lawinen oder andere Naturereignisse das Wohngebäude beschädigen. Beitragsberechtigt sind sowohl Eigentümer als auch Mieter.<BR /><BR /> „Der Nothilfenfonds ist heuer mit 250.000 Euro dotiert, für das kommende Jahr sind es 500.000 Euro“, so Mair. Aufgestockt werde bei Bedarf. Derzeit liegen mehrere Fälle vor. Namen nennt Mair keine, doch dürfte es sich unter anderem wohl um Campill und Olang handeln.<BR /><BR />Dort riss der Furkelbach Ende Juli vergangenen Jahres nach Starkregen mehrere Brücken mit. Eine Familie, deren Haus am Bach steht, entging knapp einer Katastrophe. Sie wurde evakuiert und kam in der Fraktion Geiselsberg unter.<BR /><BR /><BR /><BR /> „Ihr Haus am Furkelbach wird abgebrochen“, so Bürgermeister Georg Reden. Er spricht von einem „großen Schritt in die richtige Richtung“. Ein Abbruch schlage mit 60.000 bis 70.000 Euro zu Buche. 70 Prozent seien eine wirkliche Hilfe. <BR /><BR />Zudem könne die Gemeinde nun bereits ausgewiesenen Baugrund bereitstellen, statt landwirtschaftliches Grün über eine Bauleitplanänderung umwidmen zu müssen. Noch sei aber offen, ob die Olanger Familie die Notstandhilfe beanspruche oder Kubatur ins Grün verlege.