Freitag, 06. September 2019

Schock für Südtirols Fahrschulen

Nach Jahrzehnten der gesetzlichen Mehrwertsteuerbefreiung der Fahrschulen hat der italienische Staat auf Grund eines Urteils des Europäischen Gerichtshofs (EUGH) vom 14. März 2019 die Mehrwertsteuer auch bei Fahrschulleistungen eingeführt. Der Sprecher der Südtiroler Fahrschulen, Ully Focherini, hat dazu am Freitag im Namen aller Betroffenen Stellung genommen. Der Schock sitzt tief.

Die Mehrwertsteuer wurde nun auch für Fahrschulen vom italienischen Staat eingeführt und soll rückwirkend für 5 Jahre geltend gemacht werden.
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Die Mehrwertsteuer wurde nun auch für Fahrschulen vom italienischen Staat eingeführt und soll rückwirkend für 5 Jahre geltend gemacht werden. - Foto: © APA/DPA

„Widerwillig müssen wir bei all unseren Dienstleistungen rückwirkend ab 2.September 2019 die Mehrwertsteuer von 22 Prozent anwenden. Es ist uns wichtig mitzuteilen, dass wir absolut gegen diese Maßnahme sind, welche wieder einmal nur den Endverbraucher schädigt und eine professionelle Ausbildung unsinnigerweise verteuert“, so Focherini im Namen aller Fahrschulen in Südtirol.

Ully Focherini, Sprecher der Südtiroler Fahrschulen

Die Besteuerung solle laut Gesetzgebung rückwirkend für 5 Jahre angewandt werden, was für alle Südtiroler Fahrschulen, aber auch auf nationaler Ebene, für rund 7.000 Betriebe in Italien existenzbedrohende Folgen habe.

Die Fahrschulen haben nun in einer gemeinsamen Sitzung am Freitag, 6. September in Bozen beschlossen, gegen diese willkürliche Aktion vorzugehen und auch auf nationaler Ebene politisch und wirtschaftlich gegen die Maßnahme zu kämpfen, in der Hoffnung sie abwenden zu können.

stol

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