Dass eine deutsche Schule auf Deutsch mit den Eltern ihrer Schüler kommuniziert, mag logisch klingen, ist aber längst nicht mehr durchgehend der Fall. „Um Eltern zu motivieren, Deutsch zu lernen, sollte dies aber wieder durchgezogen werden“, sagt Harald Stauder von der SVP-Arbeitsgruppe Schule.<BR /><BR /> Rückendeckung kommt von Landesrat Achammer. Nach einem Einwurf von Karl Zeller, wonach sich die Verwaltung in beiden Landessprachen an die Bürger wenden müsse, habe das Schulamt die Frage im Vorjahr rechtlich beleuchtet. Demnach gelte an den Schulen aufgrund des muttersprachlichen Prinzips des Unterrichts eine Ausnahme. Jeder habe das Recht, sein Kind in eine Schule der 3 Sprachgruppen einzuschreiben.<h3> Das sagt das Schulamt</h3>„In der Praxis erfolgt jede Kommunikation zwischen Schule und den Eltern in der jeweiligen Unterrichtssprache. Durch die Einschreibung wird implizit akzeptiert, dass die Schulmitteilungen, die Akte der Kollegialorgane der Schule sowie die Dekrete der Schulführungskraft in der jeweiligen Unterrichtssprache erfolgen“, so die Stellungnahme des Schulamtes.<BR /><BR /> Dieses verweist darauf, dass Lehrpersonen im Gegensatz zu Mitarbeitern der öffentlichen Verwaltung keinen Zweisprachigkeitsnachweis haben müssen. „Aus unserer Sicht ist es somit zulässig, wenn eine deutschsprachige Schule Mitteilungen (auch Mitteilungen von Lehrpersonen), Akte der Kollegialorgane der Schule sowie Dekrete der Schulführungskraft ausschließlich in deutscher Sprache verfasst. Auch die Anwaltschaft des Landes habe sich in mehreren Gutachten dahingehend ausgesprochen und es gebe ein Schreiben des Unterrichtsministeriums, das diese Auslegung teilt“, so das Schulamt. Fazit: Es kann übersetzt werden, muss aber nicht.<h3> „Unsere Antwort ist Nein“</h3>Politisch ist es nicht gewünscht. „Bei aller Polemik, die es gab: Von Eltern, die ihre Kinder an der deutschen Schule einschreiben, soll durchaus etwas verlangt werden“, so Achammer. Er habe Schulen dahingehend immer unterstützt, etwa an der Grundschule Gries und der Mittelschule Aufschnaiter, wo Eltern auf Schriftverkehr in Italienisch pochten. „Unsere Antwort ist Nein. An einer deutschen Schule kann man nicht darauf beharren, Mitteilungen in Italienisch zu bekommen. Schulen werden sich behelfen, wenn es gar nicht anders geht, aber die Ausnahme darf nicht zur Regel werden“, so Achammer.