Die Aussagen von Landesrätin Magdalena Amhof in den vergangenen Tagen sorgen nicht nur innerhalb der Lehrerschaft für Unmut, sondern irritieren auch die Schulgewerkschaft im ASGB. „Bereits ein möglicher ,Versprecher„ im Landtag erschien fragwürdig, doch angesichts der jüngsten öffentlichen Äußerungen, die teils irreführende Informationen enthalten, halten wir eine faktenbasierte Debatte für unabdingbar“, erklärt Petra Nock, die SSG-Landessekretärin.<BR /><BR />Festzuhalten sei, dass der Unterricht trotz eines besonderen Jahres in Qualität und Engagement nicht nachgelassen habe. „Lehrpersonen haben durch das Aussetzen außerschulischen Tätigkeiten auf die prekäre Situation im Bildungsbereich aufmerksam gemacht“, so Nock.<h3> „Das birgt ein ernstes, zukunftsweisendes Problem für die Schule in Südtirol“</h3>„Fakt ist außerdem, dass die Gehälter der Lehrpersonen, insbesondere an staatlichen Schulen, nicht nur landesweit am unteren Rand liegen, sondern auch hinter jenen des übrigen Landespersonals zurückbleiben. Die unattraktiven Gehälter gefährden langfristig das Interesse von Nachwuchs, unter anderem gegenüber Nachbarländern wie Österreich, wo deutlich andere Bezüge gezahlt werden“, so Nock. <BR /><BR />„Das birgt ein ernstes, zukunftsweisendes Problem für die Schule in Südtirol. Insbesondere im Bereich der Mittel- und Oberschulen zeigt sich dieses Problem deutlich, da viele junge Lehramtsabsolventen nach ihrem Studium im Österreich aufgrund der dort wesentlich attraktiveren Rahmenbedingungen nicht mehr nach Südtirol zurückkehren.“<BR /><BR />Und weiter: „Dass nun auch noch ein Teil der Gelder erst nach Abschluss eines Vertrages und nicht rückwirkend ab 1. Januar 2026 ausbezahlt werden soll, können wir nicht mittragen! Zwischen Januar und März hatten wir als Gewerkschaftsorganisationen mehrfach mündlich und schriftlich um die notwendigen Daten gebeten, die für die Berechnungen der einzelnen Positionen nötig sind. Erst in der zweiten Monatshälfte im März wurden uns die Daten schrittweise übermittelt.“<BR /><BR /> „Der Richtlinienbeschluss zur Verhandlungsrahmenordnung wurde am 1. April 2026 veröffentlicht. Unter diesen Bedingungen war es nahezu unmöglich, den Vertrag unter Dach und Fach zu bringen, wenn das Ziel war, mit dem verfügbaren Geld ein möglichst ausgewogenes Ergebnis zu erzielen, welches zum einen die Neueinsteiger animieren und gleichzeitig Wertschätzung für länger im Dienst Stehende sein soll.“<BR /><BR />„Um auf Augenhöhe miteinander sprechen zu können, ist es notwendig, dass alle Beteiligten Transparenz zeigen und konstruktive Lösungen ermöglichen“, sagt Nock.