Sonntag, 30. August 2015

Schulgewerkschaft wehrt sich gegen Stellenabbau

Die Südtiroler Schulgewerkschaft SSG im ASGB und die Fachgewerkschaft der Landesbediensteten im ASGB sprechen sich in einer Aussendung gegen den von Personallandesrätin Deeg geplanten Abbau von Stellen im Bildungsbereich aus und unterstützen die Forderung von Landesrat Achammer, den Abbau von 300 Stellen im Bildungsbereich zu streichen.

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Foto: © D

Einerseits werde von der Landesrätin eine Ausweitung der Angebote angestrebt, wie etwa beim Familiengesetz, andererseits sollen Stellen abgebaut werden, so die SSG.
Die Aufgaben in Kindergarten und Schule seien in den letzten Jahren umfangreicher und vielfältiger geworden. Bereits jetzt sei es mit dem aktuellen Personalstand kaum mehr möglich alle Bereiche ausreichend abzudecken.

Im Bereich Inklusion könne man weitere Sparmaßnahmen in Anbetracht der steigenden Zahlen der Schüler mit besonderen Bedürfnissen nicht hinnehmen. Denn dies würde die Qualität der Betreuung und des Unterrichts beeinträchtigen und weniger Möglichkeiten für Individualisierung und Differenzierung bieten. Ebenso würde eine steigende Größe der Klassen die Qualität des Angebotes mindern.

Auch die ständig steigenden Zahlen der Schüler mit Migrationshintergrund würden zusätzliche Ressourcen für Sprachkurse, Betreuung und Inklusion erfordern. Die politischen Verantwortlichen sollten gerade in diesem für die Gesellschaft so wichtigen Bereich keine weiteren Einsparungen vornehmen, meint die Gewerkschaft. Eine gute Bildung stehe schließlich für die sichere Zukunft unserer Kinder. 

stol