Der endgültige Text der sog. Absichtserklärung, einen Vertrag auszuhandeln, der für den Bildungssektor reale Lohnerhöhungen von im Schnitt 400 Euro brutto vorsieht, soll den Gewerkschaften voraussichtlich am Mittwoch zugestellt werden. „Wir gehen davon aus, dass das Land bei seiner Linie bleibt“, sagt Stefano Barbacetto (CGIL/AGB). <h3> Mitglieder sollen befragt werden</h3>Demnach wird von den Gewerkschaften zwar nicht aktiv eingefordert, die Proteste und Bestreikungen von Ausflügen und externen Experten an den Schulen zu beenden. „Was wir gar nicht könnten, da sie nicht von uns ausgehen“, so Barbacetto. Trotzdem müssten die Gewerkschaften laut gestern bekannt gewordenem Entwurf „zur Kenntnis nehmen“ – und damit akzeptieren – dass die „Verhandlungen erst aufgenommen werden, wenn Proteste eingestellt sind.“ <BR /><BR />Alle Gewerkschaften wollen dazu ihre Mitglieder befragen. „Unsere Generalversammlung hat zwar Nein zu dieser Klausel gesagt, da es aber um sehr viel Geld geht, hat die Basis das letzte Wort“, so Barbacetto. Versammlungen während der Arbeitszeit könne man nicht abhalten, da diese sechs Tage zuvor anzumelden seien. Man müsse sich andere Abstimmungsformen einfallen lassen.<h3> Gewerkschaften: „Erpressungen heißen wir nicht gut“</h3>„Natürlich kann man Versammlungen abhalten“, sagt hingegen Hubert Kainz. Die Fachgewerkschaft SGB/CISL Schule denkt an eine Online-Befragung ihrer Mitglieder. Endgültig entschieden sei das aber noch nicht. Auch der ASGB will eine „basisdemokratische Entscheidung“, bevor man die Absichtserklärung unterschreibe. Erpressungen werde man jedenfalls nicht gutheißen, meinen die Gewerkschaften unisono.<BR /><BR />Auf der anderen Seite, das räumen hinter vorgehaltener Hand alle ein, legt das Land beträchtliche Summen auf den Tisch. Jeweils 110 Mio. Euro für die kommenden drei Jahre stehen mit dem Haushalt von Dezember zur Verfügung. 300 der insgesamt 330 Mio. Euro sollen in reine Lohnerhöhungen fließen, 30 in die Anerkennung von besonderer Verantwortung wie z.B. für Klassenlehrer. Die Absichtserklärung ist ein einklagbarer Vorvertrag mit Eckpfeilern. <BR /><BR />Auf Wunsch der Gewerkschaften wurde zudem eingefügt, dass es mehr Personal für Inklusion geben und die Schulsekretariate gestärkt werden sollen. Zudem soll versucht werden, die Gehälter von Landeslehrern (Musik-, Berufsschule) und Staatslehrern (Grund-, Mittel-, Oberschule) anzugleichen.