Der 1. Gesetzgebungsausschuss des Landtags berät heute über den SVP-Vorschlag. Direkt in den Ausschuss eingebracht wird Landesrat Philipp Achammers Vorstoß zum Schutz der deutschen Schule, die von Kindern anderer Sprachgruppen geflutet wird. <BR /><BR />Der Artikel soll für die deutsche, italienische und ladinische Schule gleichermaßen gelten und greift in Situationen, in denen Erziehungsberechtigte ihren Kindern keine sprachliche Unterstützung in der Unterrichtssprache bieten können. In diesem Fall sollen Schulführungskräfte ein verpflichtendes Beratungsgespräch mit den Eltern vorsehen können, in denen ihnen klar gemacht wird, dass ein Besuch einer anderssprachigen Schule mit Aufwand und Einsatz verbunden ist. Sollten die Eltern bei ihrer Entscheidung bleiben, können verpflichtende Sprachkurse für Eltern/Kind vorgesehen werden.<h3> Bruch in Koalition vermeiden</h3>Um einen Bruch in der Koalition zu vermeiden, soll der Antrag von den 3 Bildungslandesräten eingebracht werden. Bislang sträubte sich die Lega und auch gestern zog Landesrat Giuliano Vettorato alle Register, um jede Art von Verpflichtung aus dem Text zu bringen. <BR /><BR />Am Abend lenkte er aber ein: „Kinder mit Sprachproblemen gibt es auch an der italienischen Schule. Ich war immer für mehr Einbindung der Familie und kann verpflichtende Beratungsgespräche und Kurse mittragen“, so Vettorato. <BR /><BR /><embed id="dtext86-59196301_quote" /><BR /><BR />Bevor er den Antrag unterzeichne, wolle er aber den definitiven Text sehen. Es dürfe keine Sanktionen geben, die dazu führen, dass „Kinder von einer Schule in die andere abgeschoben“ werden. Von einem Hinweis auf die Durchführungsbestimmung von 1989, die auch Schulausschüsse ermöglicht, sei abzusehen.<BR /><BR />„Wir versuchen, uns auf einen Text zu einigen. Von verpflichtenden Beratungsgesprächen und Kursen gehe ich nicht ab. Wenn Vettorato einverstanden ist, gut – und sonst bringe ich den Text über die SVP-Fraktion ein“, so Landesrat Achammer. Ob im Text oder nicht: „Die Durchführungsbestimmung von 1989 bleibt als ultima ratio immer aufrecht. Ich erachte diese aber nicht als primären Weg. Dieser ist ein anderer: Wenn man sich für die deutsche Schule entscheidet, muss man wissen, dass dies einiges mit sich bringt.“<BR />