Samstag, 06. Juli 2019

Sea-Eye will vorerst nicht in Italiens Hoheitsgewässer

Die Hilfsorganisation Sea-Eye wird mit ihrem Rettungsschiff „Alan Kurdi“ mit 65 Migranten an Bord vorerst nicht in italienische Hoheitsgewässer einfahren. Das sagte Sea-Eye-Einsatzleiter Gorden Isler der Deutschen Presse-Agentur.

Das Schiff Alan Kurdi will derzeit nicht in Italien anlegen. - Foto: APA/AFP
Das Schiff Alan Kurdi will derzeit nicht in Italien anlegen. - Foto: APA/AFP

Der italienische Zoll habe der Besatzung ein Dekret von Innenminister Matteo Salvini ausgehändigt, mit dem die Einfahrt in die Hoheitsgewässer untersagt wurde.

„Wir beachten erstmal dieses Verbot“, versicherte Isler. Ohne triftigen Grund werde Sea-Eye nicht gegen das Dekret verstoßen. Die „Alan Kurdi“ hatte nach Sea-Eye-Angaben 65 Migranten in internationalen Gewässern vor Libyen von einem Schlauchboot gerettet (STOL hat berichtet).

Auch das Schiff „Alex“ mit über 40 Migranten an Bord will nicht Kurs auf Malta nehmen. „Wir lehnen La Valletta nicht als sicheren Hafen ab, doch unser Segelboot kann nicht eine 15 Stunden lange Reise bis nach Malta unternehmen“, so Alessandra Sciurba, Sprecherin von „Mediterranea“ (STOL hat berichtet).

apa

stol