Freitag, 26. Februar 2021

„Sea-Watch 3“ rettete 45 Menschen vor libyscher Küste

Das deutsche Rettungsschiff „Sea-Watch 3“ hat vor der libyschen Küste 45 Personen gerettet. An Bord eines in Seenot geratenen Schlauchbootes befanden sich 15 Minderjährige, darunter 2 Kinder.

Sea-Watch hat vergangene Woche nach einer erzwungenen 8-monatigen Pause ihr Rettungsschiff „Sea-Watch 3“ wieder auf See geschickt.
Sea-Watch hat vergangene Woche nach einer erzwungenen 8-monatigen Pause ihr Rettungsschiff „Sea-Watch 3“ wieder auf See geschickt. - Foto: © ANSA / TWITTER / 111
Die Rettungsaktion erfolgte 33 Seemeilen nordwestlich der libyschen Stadt Zawyia, wie die deutsche Hilfsorganisation Sea-Watch mitteilte. Noch unklar ist, wohin die Geretteten geführt werden sollen.

Sea-Watch hat vergangene Woche nach einer erzwungenen 8-monatigen Pause ihr Rettungsschiff „Sea-Watch 3“ wieder auf See geschickt. Die italienische Küstenwache hatte die „Sea-Watch 3“ im Juni in Sizilien nach einer Sicherheitskontrolle festgesetzt. Bei der Inspektion wären technische Mängel entdeckt worden, teilten die Behörden mit. Sea-Watch-Sprecher Ruben Neugebauer hatte das Vorgehen als „offensichtliche Schikane“ bezeichnet.

Die Initiative Alarm Phone, die sich für die Seenotrettung von Migranten einsetzt, meldete unterdessen, dass ein Migrantenschiff mit 150 Personen an Bord vor Libyen in Seenot geraten sei. Angeblich seien Menschen ins Wasser gefallen. Die Behörden seien informiert worden.

4536 Migranten sind seit Anfang 2021 nach Seefahrten in Italien eingetroffen, fast doppelt so viele wie im Vergleichszeitraum 2020, als 2359 Menschen eingetroffen waren. Im Vergleichszeitraum 2019 hatten 262 Migranten Italien erreicht, teilte das italienische Innenministerium mit. Die meisten Migranten, die 2021 in Italien eintrafen, stammen aus Tunesien, der Cote d'Ivoire und aus Bangladesch. Dazu trafen 398 nicht begleitete Minderjährige ein.

dpa