Samstag, 01. Mai 2021

„Sea Watch-4“ sucht Landehafen für 214 Migranten

Bei der dritten Rettungsaktion im Mittelmeer innerhalb von 2 Tagen hat die Crew des deutschen Rettungsschiffes „Sea Watch-4“ am Freitagnachmittag weitere 93 Migranten an Bord genommen. Damit stieg die Zahl der Flüchtlinge auf dem Schiff auf 214.

Das Schiff „Sea Watch-4“ hat weitere Migranten an Bord genommen. Die Anzahl der Flüchtlinge auf dem Schiff beträgt nun 214.
Das Schiff „Sea Watch-4“ hat weitere Migranten an Bord genommen. Die Anzahl der Flüchtlinge auf dem Schiff beträgt nun 214. - Foto: © APA (AFP/Archiv) / THOMAS LOHNES
Die Crew fand die Überreste von 2 weiteren Schlauchbooten, deren Passagiere wahrscheinlich von der libyschen Küstenwache zurückgebracht wurden, teilte die Hilfsorganisation Sea Watch im Netz mit.

Noch unklar ist, wohin die Migranten gebracht werden sollen. Die „Sea Watch-4“ sucht nach einem Landehafen. Vor knapp einer Woche war die „Sea-Watch 4“ aus dem Hafen der spanischen Stadt Burriana ausgelaufen. Zuvor war das Schiff monatelang von den Behörden der sizilianischen Stadt Palermo wegen eines Rechtsstreits festgehalten worden.

„Ocean Viking“ mit 236 Migranten unterwegs in Richtung Sizilien

Das von der NGO SOS Mediterranee betriebene Rettungsschiff „Ocean Viking“ ist unterdessen mit 236 Migranten in Richtung des Hafens Augusta auf Sizilien unterwegs. Die 236 Menschen befanden sich ursprünglich an Bord von 2 Schlauchbooten und wurden am Dienstag aufgenommen.

340 Flüchtlinge wurden von der libyschen Küstenwache aufgegriffen und nach Tripolis zurückgeschickt, berichtete das Flüchtlingshochkommissariat der Vereinten Nationen (UNHCR). Das UNHCR habe allen Überlebenden dringende medizinische und humanitäre Hilfe geleistet, bevor sie in Gewahrsam genommen wurden.

Mehr als 5500 Menschen wurden seit Jänner 2021 nach Libyen zurückgebracht, berichtete das UNHCR. Allein am Freitag wurden 450 Migranten aufgegriffen und nach Libyen zurückgeschickt.

apa

Alle Meldungen zu: