Freitag, 17. Mai 2019

Sea-Watch nähert sich Italien: Medizinische Situation angespannt

Das Rettungsschiff der deutschen Hilfsorganisation Sea-Watch mit dutzenden Migranten an Bord hat sich trotz eines Anlegeverbots Italien genähert.

Die „Sea-Watch 3“ hatte am Mittwoch 65 Migranten vor der libyschen Küste aufgenommen, darunter fünf Babys und Kleinkinder.
Die „Sea-Watch 3“ hatte am Mittwoch 65 Migranten vor der libyschen Küste aufgenommen, darunter fünf Babys und Kleinkinder. - Foto: © APA/AFP

Die „Sea-Watch 3“ befinde sich direkt vor den Territorialgewässern der italienischen Insel Lampedusa, sagte Sprecher Ruben Neugebauer am Freitag. „Wir erwarten jetzt, dass eine Anlandung in Lampedusa zeitnah möglich ist. Die medizinische Situation an Bord ist angespannt.“ Eine Frau mit Verätzungen brauche eine Behandlung an Land.

Die „Sea-Watch 3“ hatte am Mittwoch 65 Migranten vor der libyschen Küste aufgenommen, darunter fünf Babys und Kleinkinder.

Italiens rechter Innenminister Matteo Salvini machte erneut klar, dass das Schiff in Italien nicht anlegen dürfe. „Sie sind keine Retter sondern Schlepper, und als solche werden sie behandelt. Für die Menschenhändler sind und bleiben die italienischen Häfen geschlossen“, erklärte er.

dpa/stol

stol