Freitag, 01. Februar 2019

Sea-Watch: Schiffscrew mehrere Stunden lang befragt

Die Crew des Rettungsschiffes „Sea-Watch 3“, das am Donnerstag in Catania nach einer fast zweiwöchigen Seefahrt mit 47 Migranten an Bord an Land gegangen ist, ist bis spät in die Nacht von der Polizei befragt worden.

Die Crew der Sea Watch wurde stundenlang befragt. - Foto: Facebookaccount Sea-Watch/Screenshot
Die Crew der Sea Watch wurde stundenlang befragt. - Foto: Facebookaccount Sea-Watch/Screenshot

Die Behörden gaben kein Grünes Licht zum Wechsel der Crew, worum der Kapitän gebeten hatte, berichteten italienische Medien am Freitag.

Die Polizei ging an Bord, um das Schiff zu untersuchen. Der ermittelnde Staatsanwalt habe ihm nichts vorzuwerfen, versicherte der Schiffskapitän. Innenminister Matteo Salvini sprach dagegen von „Unregelmäßigkeiten“ an Bord.

Gerüchte, nach denen die Justizbehörden das Schiff konfiszieren wollten, wurden nicht bestätigt. Der Staatsanwalt von Catania, Carmelo Zuccaro, hatte im Mai 2018 ein Schiff der spanischen Hilfsorganisation Proactiva Open Arms vorübergehend beschlagnahmen lassen.

8 europäische Staaten – Italien, Deutschland, Malta, Frankreich, Portugal, Rumänien, Luxemburg und Litauen – werden sich an der Aufnahme der Migranten beteiligen. Italien wird einen einzigen Migranten aufnehmen, berichtete Salvini.

Sea-Watch hatte die 47 Migranten am 19. Jänner vor der libyschen Küste von einem Schlauchboot an Bord genommen. Die populistische Regierung in Rom hatte dem Schiff jedoch einmal mehr die Einfahrt in italienische Häfen verweigert. Erst nach einer Einigung zur Umverteilung der Migranten entschloss sich die italienische Regierung, die Sea-Watch an Land gehen zu lassen.

apa

stol