Sonntag, 27. Januar 2019

Sea-Watch: Szijjarto verteidigt Salvini

Der ungarische Außenminister Peter Szijjarto verteidigt Vizepremier und Innenminister Matteo Salvini gegen den Vorwurf des unmenschlichen Verhaltens gegenüber den Migranten an Bord des Rettungsschiffes „Sea-Watch 3“. „Salvini und wir sind Pioniere“, so der Ungar.

Der ungarische Außenminister Peter Szijjarto. - Foto: APA/AFP
Der ungarische Außenminister Peter Szijjarto. - Foto: APA/AFP

„Wir haben bewiesen, dass man die Einwanderung stoppen kann. Salvini hat die Migration über das Meer gestoppt, wir Ungarn entlang der Balkanroute“, sagte Szijjarto. Die beiden Länder würden in Sachen Einwanderung der Sicherheit der eigenen Bürger und Europas im Allgemeinen Priorität einräumen, sagte der ungarische Außenminister im Interview mit der italienischen Tageszeitung „La Stampa“ (Sonntagsausgabe).

„Ich mag die Linie der italienischen Regierung, die dem nationalen Interesse Priorität einräumt. Das ist auch einer der Hauptverdienste von US-Präsident Donald Trump und seines 'America First'. Er war bahnbrechend“, sagte der ungarische Außenminister.

Szijjarto äußerte die Hoffnung, dass bei den Europa-Parlamentswahlen im Mai die Anti-Migrationsparteien siegen werden. „Ich hoffe, dass die Stimme dieser Parteien im EU-Parlament und in der EU-Kommission stark sein wird“, sagte Szijiarto.

Derzeit sei eine Debatte über die Stärkung der Europäischen Union im Gange. „Die Schwächung der EU-Mitgliedsstaaten ist nicht der richtige Weg, um Europa stärker zu machen. Im Gegenteil, die Stärkung der Identität und der Souveränität der einzelnen Mitgliedsstaaten macht die EU solider“, so der Außenminister.

apa

stol