Sonntag, 15. Mai 2016

Seehofers Angebot: Würden Polizei an den Brenner schicken

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) hat Österreich für den Fall eines wachsenden Flüchtlingsandrangs aus Italien Unterstützung bei der Kontrolle seiner Grenzen angeboten.

Der bayrische Ministerpräsident Horst Seehofer. - Archivbild.
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Der bayrische Ministerpräsident Horst Seehofer. - Archivbild. - Foto: © APA/EPA

Der „Welt am Sonntag“ sagte Seehofer, er halte die Schließung des Brenners dann für richtig, und er fügte hinzu: „Wir würden Österreich sogar mit bayerischer Polizei unterstützen, wenn die Regierung in Wien das wünscht.“ Wegen der Flüchtlingskrise hatte Österreich erwogen, seine Grenzkontrollen auch auf den Brenner auszudehnen.

Am Freitag teilte der österreichische Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) allerdings mit, dass inzwischen die Zahl der Migranten, die am Brenner die Einreise nach Österreich versuchen, gegen Null gehe. Deshalb werde es in Absprache mit den Italienern bis auf weiteres keine Grenzkontrollen am Brenner geben.

Dorfmann reagiert auf Twitter

In Südtirol und in Italien wurde diese Aussage mit Freude aufgenommen. Die Reaktion des Südtiroler EU-Parlamentariers Herbert Dorfmann auf das Angebot von Horst Seehofer fällt deshalb kritisch aus. Auf Twitter meinte Dorfmann am Sonntag: "Ich würde sagen, manchmal einfach Klappe halten schadet auch in der Politik nicht."

 

stol/dpa

stol