Sonntag, 24. Mai 2020

„Sein Wirken bleibt für uns Auftrag und Verpflichtung“

Die Gemeinschaft der Südtiroler Volkspartei (SVP) gedenkt anlässlich des bevorstehenden 10. Todestages an Ehrenobmann Silvius Magnago (1914-2010).

„Silvius Magnagos politisches Lebenswerk, die sprachlich-kulturelle Absicherung der deutschen und ladinischen Minderheit auf friedlichem und sachlichem Wege, ist und bleibt die wesentliche Richtschnur für die Politik der Südtiroler Volkspartei.“
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„Silvius Magnagos politisches Lebenswerk, die sprachlich-kulturelle Absicherung der deutschen und ladinischen Minderheit auf friedlichem und sachlichem Wege, ist und bleibt die wesentliche Richtschnur für die Politik der Südtiroler Volkspartei.“ - Foto: © ls
„Sein vorbildlicher Weitblick und sein verantwortungsvolles Handeln haben Südtirol ganz besonders beeinflusst“, unterstreicht SVP-Obmann Philipp Achammer. „Dadurch wurden Ausgleich und Verständigung erst möglich.“

Bei den zähen Verhandlungen um eine wegweisende Südtirol-Autonomie habe Silvius Magnago, dessen Todestag sich am 25. Mai 2020 zum 10. Mal jährt, große Standfestigkeit und Beharrlichkeit unter Beweis gestellt – und so entscheidende Momente der erfolgreichen Südtiroler Geschichte geprägt.

„Sein politisches Lebenswerk, die sprachlich-kulturelle Absicherung der deutschen und ladinischen Minderheit auf friedlichem und sachlichem Wege, ist und bleibt die wesentliche Richtschnur für die Politik der Südtiroler Volkspartei.“

„In großer Dankbarkeit stehen wir vor Silvius Magnago, der uns so Vieles gelehrt und Vieles als Vermächtnis mit auf den Weg gegeben hat. Wir verneigen uns vor der Größe seiner Lebensleistung, die sich der Gerechtigkeit und Freiheit, dem Gemeinwohl verpflichtet sah und damit dem Frieden gedient hat. Wir verneigen uns vor der Würde seines bescheidenen Lebens und der Glaubwürdigkeit seines integren Handelns“, erinnert SVP-Obmann Philipp Achammer an die aussagekräftigen Worte von SVP-Politikerin Martha Stocker beim Sterbegottesdienst im Dom von Bozen.

Und meint: „Die Erinnerung an den am 25. Mai 2010 gestorbenen Alt-Landeshauptmann und SVP-Ehrenobmann ist wach – sein selbstloses und beharrliches Wirken bleibt für uns Auftrag und Verpflichtung.“

„Er wusste, dass Konflikte als Geschichte begraben werden sollten“

Vor 10 Jahren ist der 1914 in Meran geborene Silvius Magnago im Alter von 96 Jahren in Bozen gestorben. 1947 hatte seine politische Karriere begonnen, 1948 wurde er zum Vizebürgermeister von Bozen und auch in den Südtiroler Landtag gewählt.

Von 1957 bis 1991 leitete er als Obmann die Geschicke der Südtiroler Volkspartei – und von 1960 bis 1989 als Landeshauptmann jene von Südtirol. „Schon früh hat er den Mehrwert des Miteinanders unter Bewahrung der einzelnen Identitäten erkannt“, würdigt SVP-Obmann Philipp Achammer. „Weil er gewusst hat, dass die Zukunft in der Zusammenarbeit liegt – und dass Konflikte als Geschichte begraben werden sollen.“

„Die Autonomie als Instrument des Minderheitenschutzes, mit größtmöglicher Eigenständigkeit in Gesetzgebung und Verwaltung, muss geschützt und auch weiterentwickelt werden“, betont SVP-Obmann Philipp Achammer. „Nicht zuletzt vor dem Hintergrund schwieriger und unsicherer Zeiten, wie wir sie derzeit erleben.“

Online-Erinnerungsstunde am Montag, 25. Mai

Die Südtiroler Volkspartei werde dies auch künftig entschlossen mit jener Besonnenheit und Konsequenz tun, wie sie Silvius Magnago zeit seines Lebens gelehrt hat – und zwar als Sammelpartei der deutsch- und ladinischsprachigen Minderheit. „Wir setzen dabei auf ein zukunftsfähiges, werteorientiertes Modell der Politik, das auf Silvius Magnago zurückgeht.“

„Dabei geht es uns auch weiterhin darum, wie Politik gemacht wird: hartnäckig verhandeln, dabei aber immer geradlinig und aufrichtig bleiben – so wie es uns Silvius Magnago vorgelebt hat“, sagt SVP-Obmann Philipp Achammer. Dies sei heute vielleicht noch notwendiger als in der Vergangenheit.

Die Südtiroler Volkspartei, an deren Spitze Silvius Magnago 34 Jahre als Obmann stand, wird ihrem unvergessenen Ehrenobmann allzeit ein ehrendes Gedenken bewahren; als „Südtirol-Partei“ wird sie auch seinen erfolgreichen Weg der Autonomie, der zu anhaltendem Frieden und hoher Lebensqualität geführt hat, weiterhin konsequent verfolgen.

Die institutionellen Gedenkveranstaltungen des Landes Südtirol anlässlich des 10. Todestages des „Vaters der Südtirol-Autonomie“ mussten aufgrund der Corona-Krise verschoben werden – auch jene der Südtiroler Volkspartei ( mit Ausnahme einer Online-Erinnerungsstunde am 25. Mai 2020 ab 19.00 Uhr, bei der sich Martha Stocker, Hartmann Gallmetzer und Margareth Greif an Begegnungen mit Silvius Magnago erinnern werden).

Auch die Übergabe des „Silvius-Magnago-Preises für wissenschaftliche Forschungen zur Südtirol-Autonomie“ (ausgelobt von der Silvius-Magnago-Akademie) wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt. SVP-Obmann Philipp Achammer regt indes zu einem stillen Gedenken an: „Sehr vieles von Silvius Magnago kann uns nützlich sein, wenn wir an unserer Zukunft bauen.“

stol

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